B 65-Umgehung Sehnde: „Die Kuh ist noch nicht vom Eis“

Dr. Matthias Miersch rät: Alle sollen sich zum Thema der Ortsumgehung im Zuge der B 65 einbringen. (Foto: SPD BTFS)

Abgeordneter: Alle sollten sich in die Planung einbringen

SEHNDE (r/sas). Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Miersch ruft alle Beteiligten auf, gemeinsam an Lösungen hinsichtlich der B 65 zu arbeiten.
Nach der Berichterstattung zur Ortsumgehung B 65 widerspricht Miersch seiner CDU-Kollegin Dr. Maria Flachsbarth: „Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass wir als örtliche Abgeordnete die Stellungnahme der Stadt Sehnde zum Bundesverkehrswegeplan 2030 nur in Teilen haben einbringen können.
So haben wir zwar die Herabstufung eines Teils der Ortsumgehung erreicht – der Bereich Ilten ist nun im „weiteren Bedarf“ eingestuft, allerdings mit dem entscheidenden Zusatz „mit Planungsrecht“, während der Teil Rethmar im „vordringlichen Bedarf“ verblieben ist“, so der Abgeordnete.
„Die isolierte Betrachtung eines Teils der Ortsumgehung, so wie einige sie gerade vornehmen, ist nicht zielführend“, so Miersch weiter.
Der Sozialdemokrat, der sich auf Grundlage der Stellungnahme der Stadt Sehnde für Veränderungen im Bundesverkehrswegeplan 2030 eingesetzt hatte, betont ferner, dass von Entwarnung noch keine Rede sein könne.
„Es bringt nichts, jetzt das Land verantwortlich zu machen. Denn offenkundig gibt es zwischen der Stadt Sehnde, dem Land Niedersachsen und dem Bund unterschiedliche Einschätzungen hinsichtlich der Ortsumgehung B 65 in den Bereichen um Ilten und Rethmar.“
Der SPD-Abgeordnete ruft daher alle Beteiligten auf, sich aktiv an den weiteren Planungsschritten, die jetzt beim Land liegen, zu beteiligen. „Im Mittelpunkt des Austauschs muss der offenkundige Widerspruch der beiden unterschiedlichen Planungsstufen der Umgehung in Rethmar und Ilten stehen.
Auch ist noch offen, welche Priorität die Umgehung innerhalb der Niedersächsischen Verkehrsprojekte zugewiesen bekommt. Im Sinne der Stellungnahme der Stadt Sehnde ist nun zu hinterfragen, was eine Umgehung, die spätestens in Köthenwald verkehrsplanerisch vor erheblichen Problemen stehen würde, bringen würde?“, so Miersch weiter.
Der Bundesverkehrswegeplan erklärt den grundsätzlichen Bedarf, legt aber keine Trassenverläufe fest. Erklärtes Ziel des Abgeordneten ist es daher, auch für den Bereich Rethmar weitere Alternativen ins Gespräch zu bringen, die möglicherweise eine viel bessere Lösung als die derzeit geplante Ortsumgehung darstellen könnten.
Konsens eines Treffens zwischen Miersch und Mitgliedern des SPD-Ortsrates Rethmar am vergangenen Mittwoch war, sich weiter aktiv einzubringen, Kritik klar zu artikulieren und alternative Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.