Anlieger am Stadion in Sehnde kritisieren die Folgen des Straßenausbaus

Wo früher Parkmöglichkeiten bestanden, verhindern jetzt Holzpfähle diese Möglichkeit. (Foto: Horst-Dieter Brand)
Sehnde: SuS Waldstadion Sehnde |

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Frühere Parkflächen sind ersatzlos weggefallen oder derzeit nicht nutzbar

SEHNDE (hdb). „Alles Käse“ ist noch das mildeste Urteil, das Anlieger für den Ausbau der Straße „Am Stadion“ und dessen Folgen übrig haben. Nach eigenen Angaben „stinksauer“ sind die Betroffenen über fehlende Parkflächen und Wendemöglichkeiten. Der Stadtverwaltung werfen sie Missachtung berechtigter Anregungen vor.
Schon der Straßenausbau, dem die Wendemöglichkeit vor dem SuS-Sportheim zum Opfer fiel, hatte für reichlichen Ärger bei den Anliegern geführt. Ihrer Ansicht nach hätte mit der bisher asphaltierten Decke alles beim Alten bleiben und Kosten sowohl für sie als auch für die Kommune gespart werden können. „Geldverschwendung“ lautet denn auch die Bewertung von zwei Anliegern am Ende des ab Spätsommer 2015 erfolgten Straßenausbaus. Jetzt kommen aus ihrer Sicht weitere Nachteile hinzu.
Früher seien auf beiden Seitenstreifen Parkgelegenheiten vorhanden gewesen - wichtig vor allem bei Sportveranstaltungen, wenn beispielsweise bei einem Lokalderby bis zu 800 Zuschauer ins Stadion strömten oder wenn im Vereinsheim die Übertragung der Bundesligaspiele von Hannover 96 viele Gäste anzieht.
Aktuell aber, schildern die Beschwerdeführer ihre wortreiche Kritik, verhinderten Holzpfosten auf der rechten Seite vollständig und aufgeweichter Untergrund gegenüber teilweise die so dringend benötigten Abstellflächen.
Auch eine Fläche ganz am Ende der Straßenpflasterung sei dermaßen aufgeweicht, dass schon einige Fahrzeuge beim Versuch zu wenden steckengeblieben seien.
„Die Stadt hat unsere Wünsche vollständig ignoriert“, finden die Anlieger, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen wollen, wenig freundliche Worte für die im Rathaus für die Planung Verantwortlichen. Zu einer Ortsbesichtigung am 12. Februar seien sie gar nicht erst eingeladen worden. Immerhin habe Ursula Swierkocka vom Fachdienst Stadtentwicklung Nachbesserung für die Grünfläche am Sportplatz in Aussicht gestellt.
Das reicht nach Einschätzung der Anlieger, deren Grundstückszufahrt schon mal zugeparkt oder als Wendemöglichkeit genutzt wird, nicht aus. Sie fordern eine Drainage für die aufgeweichten Flächen, die Versetzung der Begrenzungspfähle auf der gegenüberliegenden Seite nach Süden mit einer Angleichung des Straßenniveaus und die Herrichtung des Grundstückes am Ende der ausgebauten Straße als Wendemöglichkeit.