37 Pferdesportfreunde legen das begehrte Reitabzeichen ab

Nach dem Aufwärmen und Einreiten geht es für Pferde und Reiterinnen mit einer gehörigen Portion Lampenfieber zu den Dressur- und Springprüfungen. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Auf dem Reitergut Köthenwald bewertet ein Dreiergremium Dressur- und Springreiter

SEHNDE/KÖTHENWALD (hdb). Das regnerische Wetter machte dem Ausrichter, die angespannten Nerven manchem Teilnehmer einen Strich durch die Rechnung: 37 von 39 Probanden haben dennoch ihr Reitabzeichen errungen. Die höchste Schwierigkeit bewältigte der Burgdorfer Björn Brosius.
Bei einem Loriot-Sketch ging es um das Jodel-Diplom, bei der Veranstaltung auf dem Reitergut Köthenwald hauptsächlich um das Große Reitabzeichen - Voraussetzung für jeden, der bei offiziellen Turnieren starten möchte. Die 39 Prüflinge hatten sich in einem zehntägigen Lehrgang unter Leitung von Pferdewirtschaftsmeisterin Dimitra Martens vorbereitet und mussten ihr erworbenes Wissen um Tierschutz und ethische Grundsätze in einem theoretischen und sowie ihr Können in einem praktischen Teil nachweisen.
Anhaltende Regenfälle veranlassten den Ausrichter, die Dressur- und Springprüfungen unter die schützenden Dächer der Reithallen zu verlegen. Reitergut-Pächterin Laura Herrenkind und ihr Helferteam hatten damit aber keinerlei organisatorischen Probleme. Da war es im Vorfeld schon erheblich schwieriger gewesen, für eine kurzfristig erkrankte Wertungsrichterin quasi über Nacht Ersatz zu beschaffen. Doch mit Werner Konopka, Dietmar Hoffmann und Mentor Bernd Mehlhorn konnte das Trio nach mehreren hektischen Telefonaten komplettiert werden.
Unter dessen strengen Blicken erreichten nach Angaben von Vanessa Mutz - selbst auch mit ihrer zwölfjährigen Tochter Gina am Start - 37 der 39 Teilnehmer ihr Ziel, nachdem Dressur und Parcours überstanden und auch die letzte Hürde mit dem theoretischen Teil bewältigt war. Björn Brosius aus Burgdorf errang als Leistungsbester sogar das Silberne Reitabzeichen mit Lorbeer. Jüngste Teilnehmerin war die neunjährige Jolie Marie Ader vom RV Dollbergen.