11. Unternehmer/innen-Frühstück Sehnde bei der Firma Holcim in Höver

Referent Matthias Schultze begeisterte die Zuhörer/innen als Maler 3.0 (Foto: Dana Noll)
Sehnde: Kantine HOLCIM-Werk Höver |

ein Beitrag von Dana Noll - Matthias Schultze entführte nach „Digitalien“

SEHNDE (dno). Der Mix aus Kontakte knüpfen, lockerem Small Talk und Expertenvortrag hat erneut über 80 Gewerbetreibende zum Sehnder Unternehmerinnen- und Unternehmerfrühstück gelockt. Nicht nur Bürgermeister Carl-Jürgen Lehrke lobte die Entwicklung der Veranstaltungsreihe und verwies im Hinblick auf die zahlreichen Gäste, dass, „anscheinend ein großer Bedarf besteht.“
Matthias Schultze, der sich selbst als Maler 3.0, bezeichnet, berichtete den aufmerksamen Zuhörer/innen von seinem Weg nach „Digitalien“. Und wie jede gute Erzählung begann auch seine Geschichte mit dem berühmten Satz „Es war einmal in Analogistan . . . “.
Doch was nun folgte, waren alles andere als Märchen. Vielmehr zeigte Schultze, dass er „digitale Transformation" verstanden hat. Der Maler- und Lackierermeister aus Altwarmbüchen leitet den seit 1937 bestehenden Familienbetrieb mit über 30 Mitarbeiter/innen. Nach einer fast vierjährigen Auszeit durch Burn-Out hat er sein Unternehmen neu aufgestellt und seine herkömmlichen Arbeitsweisen überdacht.
„Ich wollte mehr Zeit für die Familie, mehr Freizeit, mehr leben. Und vor allem, bei über 400 Malerbetrieben in der Region mehr Sichtbarkeit erzielen“, so Schultze.
Und so beschritt er einen mühevollen, aber wirkungsvollen Weg – mit weniger mehr erreichen. Der Schlüssel dafür ist die Nutzung des Internets und aller dadurch gebotenen Kanäle. „Analog ist nicht mehr sexy. Man muss überlegen, was kann das Internet für mein Unternehmen tun“, berichtete Schultze.
Und so lässt er die möglichen Kund/innen an seiner Arbeit und seiner Firma teilhaben. „Wir erzählen Geschichten und schaffen so eine Bindung und Anziehung, werden also anfaßbar, das gefällt“, so der Referent. Dazu nutzt er die gesamte Bandbreite des Webs – von facebook und Twitter über Google und Instagram bis hin zu YouTube und Pinterest. Über 433.000 Touchpoints beweisen, dass das Konzept funktioniert.
„Wer sich nicht zeigt, wird nicht gefunden und findet quasi nicht statt – er existiert also nicht“, so Schultze „Der Gewinner von morgen ist der, der sein Unternehmen digital vernetzt.“
Mittlerweile hat sich Matthias Schultze dadurch einen Status aufgebaut, der es ihm erlaubt, ganz genau auszuwählen. „Es nervt doch jeden Handwerker endlose Angebote zu erstellen und dann wird doch nur auf den Preis geschaut. Ziel muss es doch sein, Wunschaufträge von Wunschkunden mit Wunschrenditen zu bekommen“, so Schultze.