10. „Zeitreise“ beleuchtet die Kultur

Die Kultur in Sehnde haben auf ihrer „Zeitreise“ beleuchtet (sitzend von links) Wolfgang Struß Peter Jungclaus, Jürgen Wattenberg und (stehend v. lks.) Dietrich Vollbrecht, Otto Lesemann, Manfred Rosengarten und Dieter Knauth. Sie übergaben die druckfrische Ausgabe an Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (sitzend, 2. v.l.). (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Siebenköpfiges Team setzt die Reihe fort

SEHNDE (hdb). Diesel Jungs in Bolzum? Krippenspiel in Köthenwald? Oder Vereine, die sich auflösten, um mit einem anderen zu fusionieren? Eine 100-seitige Broschüre fasst zusammen, was die Stadt Sehnde an Kultur zu bieten hat. Und das ist erstaunlich vielseitig.
Die zehnte „Zeitreise“ listet Brauchtum, besondere Bauten, Denkmäler, Museen, Chöre und Orchester auf und widmet ein eigenes Kapitel der Kooperativen Gesamtschule als „kulturelles Zentrum der Stadt Sehnde“.
Zusammengetragen aus mehreren Ortschroniken sowie eigenem Erleben und niedergeschrieben für die Nachwelt haben die Historie, die etwa 1945 beginnt, die Redaktionsmitglieder Dieter Knauth, Manfred Rosengarten, Jürgen Wattenberg, Otto Lesemann, Peter Jungclaus, Wolfgang Struß und Ex-Stadtdirektor Dietrich Vollbrecht.
Dieses Team, das ursprünglich einmal aus drei Mitgliedern bestand und mit 20 Seiten angefangen hat, will auch die 11. „Zeitreise“ (derzeitiger Arbeitstitel „Sehnde – ganz nah draußen“) – im nächsten Jahr in Angriff nehmen. Dafür werden noch Mitstreiter gesucht, die auch den hohen Altersdurchschnitt senken sollten.
Bei der Präsentation der zehnten „Zeitreise“ herrschte nicht nur ob des gelungenen Ergebnisses, sondern auch wegen der guten Laune beste Stimmung. „Wir haben ja eine genaue Sitzordnung, der Bürgermeister sitzt auf meinem Platz“, scherzte Lesemann zum Auftakt, bei dem Carl Jürgen Lehrke das „kleine Jubiläum“ lobte, aber auch sagte: „Sie haben sicher nicht gewusst, worauf Sie sich da einlassen.“ Das neue Heft ziert auf dem Titel einen roten Bühnenvorhang, der von einer anonymen Hand leicht gelüftet wird. Die Auflage beträgt 1.500 Stück, die Druckkosten hat die Stadt übernommen und auch den Raum für die zahlreichen Redaktionskonferenzen zur Verfügung gestellt
Als „sperriges Thema“ bezeichnete Lesemann die Recherchen und räumte einschränkend ein, wahrscheinlich nicht alles „erschöpfend“ beschrieben zu haben. „Wir sind bei unserer Arbeit immer wieder auf neue Zusammenschlüsse gestoßen“, fasste er seine Eindrücke zusammen.
Peter Jungclaus waren besonders das Zusammenschrumpfen von Chören und das Sterben von Spielmannszügen ins Auge gefallen. Rosengarten wiederum erwähnte seine Überraschung darüber, wie sehr Kirchen auf das kulturelle Leben eingewirkt haben.