Der Forstbetrieb der Klosterkammer Hannover residiert jetzt in Ilten

Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas (links) und Constantin von Waldthausen, Leiter der Forstbetriebe, begüßten die Besucher. (Foto: Susanna Veenhuis)
Sehnde: Forstbetriebe Klosterkammer Hannover |

Ein Beitrag von Susanna Veenhuis - Verwaltungsbereiche Soltau und Westerhof sind zusammengelegt

ILTEN/REGION HANNOVER (sv). Mit einer fröhlichen Gartenparty feierte der Forstbetrieb der Klosterkammer in Ilten jetzt den Einzug in sein neues Domizil in der Hindenburgstraße 34. Bereits vor einem Jahr waren die Standorte Soltau für Nord-Niedersachsen und Westerholt für den südlichen Landesteil in dem Sehnder Ortsteil zusammengelegt worden. Gleichzeitig wurde die gesamte Verwaltung der Klosterkammer-Forstbetriebe verschlankt, wie deren Leiter, Constantin von Waldthausen, berichtete. Aktuell sind 42 Mitarbeiter für 42 000 Hektar Wald in ganz Niedersachsen zuständig, zehn davon arbeiten am neuen Standort in Ilten.
„Unsere Aufgabe ist die Forstwirtschaft. Wir wollen den Wald erhalten, aber auch ernten“, sagte der Präsident der Klosterkammer, Hans-Christian Biallas. Außerdem sei es wichtig, die Arbeit der Klosterkammer bekannt zu machen. Neben der Verwaltung von 16.500 Erbbaurechtsverträgen habe die Klosterkammer in Niedersachsen außerdem 850 historische und denkmalgeschützte Bauten zu erhalten und zu pflegen, erklärte der Präsident.
Mit der nachhaltigen Waldbewirtschaftung erziele die Klosterkammer Einnahmen, die wiederum den drei Stiftungen der Kolsterkammer bereit gestellt werden, sagte Biallas. Die Stiftungen unterstützen Projekte mit kirchlichem, schulischem und anderem sozialem Bezug wie beispielsweise Bildungs- oder Jugendangebote.
Angebote für Kinder gab es auch bei dem Einweihungsfest. Während sich die Erwachsenen an Kaffeetafel und bei Wildschwein vom Spieß unterhielten oder bei Führungen die neuen Verwaltungsräume inspizierten, versuchten sich die Kinder im Sägen und Bogenschießen. Außerdem konnten sie Holzscheiben bemalen und ein Naturquiz lösen und erhielten schließlich eine schicke Urkunde. „Der Preis ist Eis“, klärte Constantin von Waldthausen über die passende Belohnung für die Knirpse auf.
Der neue Standort im ehemaligen Haus der Familie Bethmann, das zwischenzeitlich unter anderem dem niedersächsischen Ex-Ministerpräsidenten Ernst Albrecht gehört hatte, sei mit seiner Lage nahe einer wichtigen Verkehrsachse goldrichtig: „Holzhändler sind viel unterwegs und fahren nicht unbedingt gerne in die Innenstadt von Hannover“, sagte von Waldthausen mit einem Augenzwinkern und fügte in Richtung der Besucher aus Ilten hinzu: „Wir wollen gute Nachbarn sein!“.