Volleyball-Cracks aus Aligse vermissen ihr Heimpublikum

Co-Trainer Christian Franz konnte bei der Niederlage gegen Mondorf seinem Drittliga Volleyballteam der Sportfreunde Aligse nicht allzu oft applaudieren. (Foto: SFA/Fabian Laurinat)

Spielfreies Wochenende, Auswärtstouren und DVV-Supercup Hannover

LEHRTE/ALIGSE/HANNOVER (r/kl). Nach den Heimspielen der Damen am 16. und der Herren am 23. September müssen sich die hiesigen Volleyballfans noch einige Wochen gedulden, bis sie eins der Aligser Drittligateam endlich wieder in der Lehrter Sporthalle in der Schlesischen Straße erleben können.
Erst am Samstag, 21.Oktober (Herren) beziehungsweise sogar erst am Sonntag, 29. Oktober (Damen) können sich die Aligser Gallier und Gallierinnen wieder auf die Unterstützung ihres Heimpublikums freuen.
Für das Männerteam folgte auf die 0:3-Heimniederlage (Mannschaftskapitän Marten Ahlborn hierzu: "Wenn man nicht mit 100 Prozent in so ein Spiel geht, dann reicht es eben auch in der 3. Liga nicht“) gegen den clever aufspielenden Aufsteiger TuS Mondorf zunächst am letzten Septemberwochenende eine vom Spielplan bestimmte Zwangspause.
Und auch jetzt am ersten Oktoberwochenende kommen die Herren nicht zum Einsatz, da aufgrund des in Hannover stattfindenden "Tag des Volleyballs" (Samstag) und des DVV-Supercups (Sonntag) in allen Ligen spielfrei ist.
Beim Volleyball Supercup erstmals in Hannover dürfen sich die Zuschauer in der TUI Arena am Sonntag, 8. Oktober 2017, gleich auf mehrere Leckerbissen freuen: Bei den Frauen trifft der Deutsche Meister SSC Palmberg Schwerin auf den Pokalsieger Allianz MTV Stuttgart, bei den Männern stehen sich die Berlin Recycling Volleys (Deutscher Meister 2017) und der VfB Friedrichshafen (DVV-Pokalsieger 2017) gegenüber.
Dazu gibt es ein musikalisches Highlight: Tay Schmedtmann, Gewinner der sechsten "The Voice of Germany"-Staffel, wird beim Volleyball Supercup 2017 auftreten. Das Damenspiel beginnt um 13.00 Uhr, die Männer starten planmäßig um 15.30 Uhr. Im Anschluss an das Herrenspiel erfolgt gegen 17.30 Uhr die Siegerehrung. Karten zum Supercup sind immer noch erhältlich.
Am Vortag des Supercups, also am Samstag, 7. Oktober 2017, findet der "Tag des Volleyballs" in Hannover statt. Hierzu veranstaltet der PSV Hannover ein Damenturnier für Mannschaften von der Bezirksklasse bis zur Landesliga.
Beim TSV Rethen können Spielerinnen und Spieler aller Alters- und Leistungsklassen einen lustigen Volleyballtag verbringen. Beim Hannoverschen Volleyballverein können sich die Hobby- und Freizeitvolleyballer richtig austoben. Die Aligser Vollinos (die Volleball-Minis) spielen in Langenhagen und die Beacher holen sich bei der SG 74 kalte Füße.Wer also noch nichts am Samstag auf dem Schirm hat kann sich beim Volleyball austoben. Alle weitere Informationen gibt es auf der Web-Seite http://www.nvv-hannover.de
Inklusive der Pause durch die Volleyballpräsentationen in Hannover bleibt also Zeit genug für SFA-Trainer Harald Thiele, der wegen Urlaubs bei den ersten Spielen nicht dabei sein konnte, sein Team nun auf das Auswärtsspiel am 15. Oktober beim TV Baden in Achim vorzubereiten.
„Wir sind anscheinend mit der Einstellung reingegangen, dass es gegen einen Aufsteiger von alleine geht, das wird uns gegen die Badener sicher nicht passieren", so noch einmal Marten Ahlborn.
Weniger Spielpause hatte das Damenteam, das im ersten Auswärtsspiel - von gleich vier aufeinanderfolgen - beim BSV Ostbevern am 23. September ebenfalls eine 0:3-Niederlage hinnehmen musste. Wie es hierzu kommen konnte, war Trainer Matthias Raschke und seinen Spielerinnen im Nachhinein selbst nicht ganz klar.
Denn in den beiden ersten Sätzen hatten die SFA-Frauen eine gute Leistung geboten und bereits klare Führungen herausgearbeitet, im ersten Satz beim Stand von 24:20 sogar schon Satzball, um diese doch noch jeweils durch eine unerklärliche Kette von Eigenfehlern aus der Hand zu geben.
Die hierdurch entstandene Verwirrung nutzte die Münsterländerinnen dann zu Beginn des dritten Satzes gnadenlos aus und erspielten sich schnell einen 8-Punkte-Vorsprung, den die Gallierinnen nicht mehr aufholen konnten.
"Wir wollen da keine Dramatik draus machen", sagte Matthias Raschke und änderte die Trainingsabläufe seines Teams in der Folgewoche nicht. Und dieses ruhige Weiterarbeiten tat dem Team offensichtlich gut. Denn obwohl am vergangenen Wochenende zur Auswärtspartie bei den Aufsteigerinnen des SSF Fortuna Bonn nur neun Spielerinnen (inklusive Libera) zur Verfügung standen und sich das Team aufgrund eines langwierigen Verkehrsstaus vor dem Spiel nur verkürzt aufwärmen konnte, fuhr en die Gallierinnen dort einen klaren 3:0 (25-14, 25-19, 25-16) Sieg gegen die chancenlosen Bonnerinnen ein.
Zu dominant agierten Raschkes Schützlinge in allen wichtigen Belangen. Aufschläge wurden hart und platziert geschlagen. So gelang Hanna Viemann im dritten Satz eine Aufschlagserie von 12 Punkten und machte aus einem 9-9 ein deutliches 21-9. Außenangreiferin Karla Hanhoff vertrat die beruflich verhinderte Mittelblockerin Katharina Büker erfolgreich und setzte ähnlich stark wie die andere Mittelblockerin der Aligserinnen, Gesa von Harlessem, deutliche Akzente im Block.
Die beiden Außenangreiferinnen Gitti Matthiesen und Katharina Woccken konnten ein ums andere Mal durch harte wie auch genau platzierte Angriffsschläge die vorhandenen Lücken auf dem gegnerischen Spielfeld nutzen. „Wir wollen jetzt auf keinen Fall abheben, aber ich bin froh, dass wir wieder zu alter Stärke zurückgefunden haben!“, freute sich Raschke nach Spielschluss über diesen deutlichen Erfolg und auf seinen Familienurlaub, zu dem er noch in der Nacht zum Sonntag beruhigt abheben konnte.
Am 14. Oktober müssen die Gallierinnen zum dritten Mal in Folge auswärts antreten. Dann beim zweiten Aufsteiger, dem SCU Emlichheim, dem Heimatort der Aligser Zuspielerin Lena Onnen, die bereits jetzt voller Vorfreude auf ein Wiedersehen mit alten Weggefährtinnen aus Emlichheim ist.


Viele Grüße

Christian Rauhut

Anhang: 2 Bilder (Quelle Bild1: Fabian Laurinat/SFA - Quelle Bild2: Facebookseite des SSF Fortuna Bonn)

Text Bild1: .

Text Bild2: Aligses Zuspielerin Lena Onnen, links, und Mittelblockerin Carola Schaefermeyer (SSF Fortuna) wurden in Bonn nach dem 3:0-Erfolg der Gallierinnen als wertvollste Spielerinnen ihrer Teams ausgezeichnet.