Sportfreunde Aligse vor dem Zweitliga-Saisonfinale

Sie können sich zu recht freuen, denn sie haben bereits alle Saisonziele erreicht, wollen aber noch drei Mal an ihre Grenzen gehen: die Zweitliga-Volleyballer der SF Aligse auf Tabellenplatz 5. (Foto: SFA/Matthias Frenzel)
 
Die Trikotnummer 1 der Volleball-Mannschaft in der 2. Bundesliga ist auch in der Sparte die Nr. 1: Marc Prinzhorn ist der neue Spartenleiter des SF Aligse. (Foto: SF Aligse)
Lehrte: Sporthalle Schlesische Straße |

Volleyballer wollen noch dreimal an ihre Grenzen gehen

ALIGSE (r/kl). Drei Spiele haben die Volleyballer der Sportfreunde Aligse (SFA) in ihrer ersten Zweitligasaison noch zu bewältigen, dann geht es in die wohlverdiente Pause.
Die Belastungen der zweiten Liga - mehr Spiele, weitere Fahrten, deutlich höheres Spielniveau - sind nicht spurlos am Aufsteigerteam vorbeigegangen und so verwundert es nicht, dass zuletzt zwei Niederlagen (2:3 im letzten Heimspiel gegen Essen, 0:3 am vergangenen Sonntag beim Tabellendritten Solingen) zu Buche schlugen.
An diesem Samstag (14. März 2015) erwartet Aligse den Meisterschaftskandidaten Bitterfeld-Wolfen, bevor dann noch die beiden "Niedersachsen-Duelle" gegen TSV Giesen/48 Hildesheim (28. März, auswärts) und gegen den USC Braunschweig (11. April, zu Hause) auf sie warten.
"Trotz der letzten Niederlagen sind wir dennoch zufrieden und entspannt, schließlich haben wir all unsere Saisonziele erreicht und belegen weiterhin Tabellenplatz 5", gibt sich Trainer Harald Thiele gelassen, "denn wir wussten vorher, dass die Saison schwer wird. Die Jungs versuchen immer ihr Bestes zu geben und werden sich auch in die restlichen Partien noch einmal voll reinhängen." So ist er denn aber auch froh, dass mit Universal Ruben Peters nach Kreuzbandriss und Mittelblocker Steffen Barklage nach Knieprellung zwei wertvolle Akteure wieder spielbereit sind, und er so mehr Wechselmöglichkeiten zur Verfügung hat.
Wenn sich nun im vorletzten Heimspiel der Saison am kommenden Samstag, 14. März, der VC Bitterfeld-Wolfen ab 20.00 Uhr in der Halle an der Schlesischen Straße vorstellt, werden die Sportfreunde mit Unterstützung ihres fantastischen Heimpublikums noch einmal eine Spitzenleistung abrufen müssen, um auch nur einen Punkt zu Hause zu behalten - im Hinspiel konnte Aligse beim überraschenden 3:2 Auswärtserfolg noch zwei Punkte entführen.
Die Sportfreunde freuen sich, wieder vor heimischen Pubikum aufzulaufen und beabsichtigen mit ihren Fans wieder ein gemeinsames Volleyballfest zu feiern. Auch aus Bitterfeld-Wolfen wird eine größere Fangruppe erwartet. Als zusätzlichen Unterhaltungsteil haben die Aligser für die 10-Minuten-Pause diesmal Turnerinnen des Lehrter Sportvereins (LSV) engagiert, die Kostproben ihres Könnens zeigen werden. Die Abendkasse wird wie immer um 19.00 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet vier Euro (ermäßigt zwei Euro). Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt.
Eine "Spitzenposition" besonderer Art hat übrigens Marc Prinzhorn seit kurzem inne: Prinzhorn, im Bundesligateam mit der Trikotnummer 1 auflaufend und in den letzten Spielen zunehmend als Entlastung für Marten Ahlborn auf der Zuspielerposition eingesetzt, wurde vor drei Wochen zum neuen ersten Spartenleiter der Aligser Volleyballer gewählt, nachdem der bisherige Amtsinhaber Matthias Frenzel nach 24 (!) Jahren ununterbrochener Führungsarbeit nicht wieder kandidiert hatte. Stellvertretender Spartenleiter bleibt weiterhin Christian Rauhut, der unter anderem bei den Bundesliga Heimspielen die Abendkasse betreut.
Die Gäste streben die Meisterschaft an und müssen bei den Sportfreunden gewinnen, um nicht gegen die weiteren Titelaspiranten Lindow-Gransee, Solingen und Bocholt wertvollen Boden zu verlieren.
Aus dem eingespielten Gästeteam sind die beiden polnischen Profis Piotr Adamowicz im Außenangriff und Zuspieler Marcin Kapusniak besonders hervorzuheben. Mit Kapusniak und Aligses Zuspieler Marten Ahlborn stehen übrigens am Samstag die zwei besten Spieler der Liga auf dem Spielfeld, denn sie führen die Rangliste der MVP (Most Valuable Player = Wertvollster Spieler) an. Nach jedem Spiel werden in den 2. Bundesligen die MVP beider Mannschaften - bestimmt vom Trainer des jeweils gegnerischen Teams - mit einer Medaille der Volleyball Bundesliga ausgezeichnet.
Der MVP der Gewinnermannschaft erhält eine Goldmedaille, der des unterlegenen Teams eine Silbermedaille. Am Saisonende wird der Spieler mit den meisten Goldmedaillen als MVP der Bundesligasaison ausgezeichnet werden, bislang liegt Kapusniak hier in Führung.