Pokalknüller mit „Erstliga-Anforderungen“ für Lehrter Wasserball-Frauen

Erst seit drei Jahren wird beim Lehrter SV (hier Silke Sandte/blaue Kappe) wieder Frauenwasserball gespielt. Am 3. November erlebt das Team jetzt die Premiere im DSV-Pokal. (Foto: LSV/Mario Adam)
Lehrte: Hallen- und Freibad Lehrte |

Bundesligist Chemnitz ist am 3. November am Honhorstweg zu Gast

LEHRTE (r/kl). Bezirksliga gegen Bundesliga heißt es am Sonntag, 3. November, im Lehrter Hallenbad: In der ersten Runde des 25. deutschen Wasserball-Pokals der Frauen (DSV-Pokal) treffen die Nixen des Lehrter SV bei ihrer Premiere in diesem Wettbewerb auf den Erstligisten SC Chemnitz, wie die Auslosung jetzt ergeben hat. Das Anschwimmen zum „Spiel des Jahres“ steigt am Hohnhorstweg um 12.45 Uhr; die Verantwortlichen des Regionsvertreters rechnen mit einer vollen Halle.
Der einzige ostdeutsche Klub in der Deutschen Wasserball-Liga (DWL), wie die Bundesliga offiziell firmiert, ist seit 2005 erstklassig. Bekannt ist der Klub aus Sachsen vor allem durch seine Nachwuchsarbeit, für die er 2013 sogar das „Grüne Band“ erhalten hat.
Mit derartigen Meriten können die Lehrterinnen nicht aufwarten: „Wir spielen erst seit Januar 2011 um Punkte“, sagt Trainer Wolfgang Philipps, der dennoch auf einen interessanten Abend und eine Werbung für die Sportart hofft: „Wann bekommt man schon mal so eine Gelegenheit?“
Die Anforderungen für die Partie entsprechen weitgehend denen der Bundesliga; so werden auch erstmals in der Vereinsgeschichte gleich zwei Schiedsrichter bei einem Lehrter Frauenspiel amtieren.
Pokalpartien mit Erinnerungswert haben am Hohnhorstweg Tradition: Die Männer des Klubs sind bereits 1997/1998 einmal im DSV-Pokal vertreten gewesen und hatten dort in der ersten Runde nur knapp mit 10:12 gegen den klassenhöheren Hamburger Klub TV Gut-Heil Billstedt das Nachsehen gehabt, darunter als Spieler mit Wolfgang Philipps und Joachim Haake das heutige Trainerduo des Frauenteams.
Legendär ist allerdings das Halbfinalduell im Bezirkspokal 2005, wo die Lehrter Sieben in der sechsten (!) Verlängerung mit 11:12 gegen den TuS Syke unterlegen gewesen ist. „Wenn wir uns in die nächste Pause gerettet hätten, dann wäre sogar den Weltrekord für das längste Wasserballspiel der Geschichte eingestellt worden“, erinnert sich Philipps noch gut.