Bekommt der Lehrter SV Schützenhilfe?

Benjamin Klemz vom TuS Altwarmbüchen kann sich gegen zwei Gegenspieler durchsetzen. Foto: Holger Staab (Foto: Holger Staab)

TuS Altwarmbüchen könnte mit einem Sieg gegen VfL Hameln dem LSV die Tabellenführung sichern

ALTKREIS (hs). Den ersten Spielen nach dem Jahreswechsel kommt eine besondere Bedeutung in der Saison zu. Sie entscheiden oft, welche Teams sich in der Spitzengruppe der Ligen festsetzen können, sich im sicheren Mittelfeld etablieren oder bis zum Saisonende in der Abstiegszone um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Am kommenden Wochenende stehen in allen Handballligen in der Region Hannover wieder komplette Spieltage bevor und die Mannschaften aus dem Altkreis Burgdorf haben keine leichten Aufgaben zu bewältigen.
In der Oberliga macht der Lehrter SV mit seinem Heimspiel gegen TV Eiche Dingelbe am Freitag, 22. Januar, ab 19.30 Uhr den Anfang. Die Spieler um Coach Lutz Ewert wollen ihre Tabellenführung behaupten und mit einem Sieg überzeugen. Alles andere als ein doppelter Punktgewinn wäre für das Spitzenteam gegen die abstiegsbedrohten Dingelber auch zu wenig. Gelingt ein guter Einstieg ins Spiel und können sich die Torwarte Mark Dahl, Timo Wegner und Moritz Meyer mit guten Reaktionen empfehlen, dann sollte am Ende ein deutlicher Sieg auf der Anzeigetafel erscheinen.
Ein Spiel bei dem die Mannschaft nichts zu verlieren hat, steht dem TuS Altwarmbüchen bevor. Am Sonntag, 24. Januar, zu gewohnter Zeit um 16 Uhr, trifft der TuS auf den Mitfavoriten um die Meisterschaft, den VfL Hameln. Der Gastgeber kann sich nur mit einer engagierten Vorstellung für die nächsten Spiele in der Oberliga empfehlen. Altwarmbüchen ist auch nach dem beeindruckendem 28:26-Sieg im Hinspiel nur Außenseiter. Allerdings hat die Partie der Hinrunde bewiesen, welches Potenzial im TuS-Team steckt. Die Spieler um den neuen Trainer Ralf Graafmann können jeden Gegner in Niedersachsens höchster Spielklasse schlagen, dazu müssen sie aber von Beginn an mit viel Siegeswillen ins Spiel gehen und dann über Kampfkraft zu ihrem Spiel finden. Gelingt ein überraschender Punktgewinn, dann könnte sich Altwarmbüchen in der eng zusammengerückten Abstiegszone eine gute Ausgangsposition verschaffen.
In dieser Zone der Mannschaften, die um den Klassenerhalt bangen, steckt auch die TSV Burgdorf II, die aber zuletzt mit guten Leistungen den Anschluss an das Mittelfeld gefunden hat und gegen MTV Eyendorf beim 40:24-Sieg brillierte. Am Sonnabend, 23. Januar, ab 17 Uhr gastiert die TSV beim MTV Großenheidorn. Der MTV will noch auf die Spitzenmannschaften aufschließen und darf sich keinen Ausrutscher erlauben. Deshalb ist der MTV mit seinen Toptorschützen Bertrand Salzwedel und Christoph Lindemann als Favorit anzusehen. Zudem hat der MTV in Heimspielen in der engen Halle in Großenheidorn Vorteile. Die TSV will aber mit ihren Waffen Schnelligkeit und Jugend punkten. Trainer Dirk Pauling ist zuversichtlich, denn er wird neben Bundesligakeeper Alexander Hübe auch wieder Christopher Nordmeyer als erfahrenen Pol einsetzen können. Ein überraschender Auswärtssieg der TSV erscheint aufgrund dieser Tatsachen nicht ausgeschlossen zu sein.
Mit der Favoritenrolle muss sich die TS Großburgwedel abfinden. Am Sonnabend reist die TSG zum MTV Eyendorf und will ab 19.15 Uhr nach dem 34:30-Derbysieg gegen TuS Altwarmbüchen zwei weitere Punkte sammeln. Und das auf der Habenseite, denn die Eyendorfer gelten als heißer Kandidat für den Abstieg. Vorsicht ist aber geboten, wenn die Torjäger Volker Rieckmann und Raphael Oertzen dem TSG-Tor zu nah kommen. Dann muss sich zeigen, ob die Burgwedeler Defensive kompakt steht. Aber auch im Angriff müssen die Chancen verwertet werden. Bei einem normalen Spielverlauf sollten sich aber am Ende die individuell stärkeren Spieler und das bessere Team durchsetzen.
In der Oberliga der Frauen will die TSV Burgdorf auch gegen HG Rosdorf-Grone weiter in der Erfolgsspur bleiben. In der Hinrunde teilten sich beide Mannschaften beim 27:27-Unentschieden die Punkte. Am Sonnabend ab 19.30 Uhr sollen die Punkte in Burgdorf bleiben. Dazu will Trainer Thomas Löw seine Spielerinnen auf den Punkt gut einstellen. Ein Sieg würde ein ausgeglichenes Punktekonto bedeuten und die TSV könnte im gesicherten Mittelfeld verbleiben.
Vom Mittelfeld ist die A-Jugend der TSV Burgdorf ein ganzes Stück entfernt. Das aber im positiven Sinn. Die Schützlinge von Trainer Carsten Schröter wollen mit aller Macht die Vizemeisterschaft in der Regionalliga schaffen. Dazu wäre ein Erfolg am Sonntag ab 14.30 Uhr beim TSV Anderten schon wichtig, denn die Konkurrenten TV Bissendorf und HSG Varel sitzen der TSV-Jugend im Nacken.