Alle guten Dinge sind drei

Treffsicherer Nationalspieler: Linkshänder Kai Häfner lässt Yannick Kohlbacher von FrischAuf! Göppingen beim Sprungwurf keine Chancen. (Foto: Holger Staab)

Nach Erfolgen im Hinspiel und im Pokal geht es morgen bereits zum dritten Mal in dieser Saison gegen den Rekordmeister THW Kiel

BURGDORF (st). Am morgigen Donnerstag, 22. Februar, ab 19 Uhr treffen der THW Kiel und die TSV Hannover-Burgdorf bereits zum dritten Mal in dieser Saison aufeinander. Und die Recken wollen den Rekordmeister Deutschlands zum dritten Mal bezwingen. Eine Aufgabe die verdammt schwer werden wird, aber die Mannschaft um Trainer Carlos Ortega könnte in diesem Schlüsselspiel ganz wichtige Punkte gewinnen und in der Rückrunde bereits dem zweiten Topteam Paroli bieten.
Ein Vorteil liegt klar auf der Seite der Burgdorfer. Sie haben ein Heimspiel und werden in der TUI-Arena voraussichtlich von knapp 10.000 Zuschauern unterstützt. Die werden das Team um Linkshänder Kai Häfner mit aller Macht nach vorn peitschen und für eine tolle Stimmung sorgen. Allein die Fans werden aber noch keinen Sieg erobern können. Die Mannschaft wird aus den positiven Erfahrungen der ersten beiden Spiele gegen den THW gelernt haben und versuchen, auch morgen für Druck auf die Kieler Defensive zu sorgen.
Dabei treffen sie auf Abwehrspieler wie Patrick Wienczek oder Rene Toft Hansen, Steffen Weinhold oder Christian Dissinger. Die kompakte Deckung muss von den Burgdorfer Angreifern erstmal überwunden werden. Und gelingt es mit Ausdauer und Geduld die Lücken in der THW-Defensive zu finden, dann stehen da mit den Torwarten Andreas Wolff und Niklas Landin noch Klassekeeper im Tor, die jede Chance der TSV zunichte machen wollen. Wie im Achtelfinale des DHB-Pokals müssen Evgeni Pevnov und seine Mitspieler schon begeisternden Handball zeigen und zuletzt auch ein wenig Glück haben, um das Topteam mit einer Niederlage in Richtung Ostsee zu entlassen.
Ob mit Domagoj Duvnjak einer der besten Kieler nach Verletzung wieder dabei sein wird, ist fraglich, aber der 31:29-Sieg in Kiel im Hinspiel und der 24:22-Erfolg im Pokalspiel in Hannover sollten Mut machen und haben der TSV gezeigt, dass der Rekordmeister nicht unbezwingbar ist. Im Pokalspiel setzte Linksaußen Caspar Mortensen mit zehn Treffern Glanzlichter und die Recken-Abwehr ließ nur 22 Tore zu. Da könnte der Schlüssel zum Erfolg liegen, denn steht die Deckung wie eine Wand und können die beiden TSV-Torwarte Malte Semisch und Martin Ziemer gute Paraden zeigen, dann steigt die Chance auf einen dritten Sieg gegen den THW in der Saison 2017/2018 an.
„Mit dem THW kommt am Donnerstag eine Spitzenmannschaft nach Hannover. Trotz der bisher zwei Siege in dieser Saison, gehen wir gegen die Kieler nicht als Favorit ins Spiel“, warnt Trainer Carlos Ortega, „Dazu ist der THW zu stark und wird in Hannover versuchen, eine seiner letzte Chancen auf eine gute Platzierung in dieser Serie zu nutzen.“ Gelingt aber dem Gastgeber ein Sieg gegen die Startruppe, dann wird der Abstand zu den Spitzenteams der Liga für die Kieler fast uneinholbar.