Aligser Aufwärtstrend ungewiss

Keinen Ball verloren geben: Kapitän Marten Ahlborn versucht alles, um den Ball im Spiel zu halten. (Foto: Stefan Saltzmann/SFA)
 
So ausgelassen jubeln - hier zusammen mit Sonja Lenort vom Sponsor BKK exklusiv - wie nach dem 3:0 Erfolg gegen Senden, wollen die Aligser Frauen auch in Weende. (Foto: Alena Mehwald/SFA)

SFA-Herren empfangen die VSG Ammerland

Am Sonnabend, 18. November, öffnen sich um 19.00 Uhr die Türen der Lehrter Sporthalle in der Schlesischen Straße zum Heimspiel der Aligser Drittliga-Volleyballer, das dort um 20.00 Uhr angepfiffen wird. Gegner wird dann die VSG Ammerland sein. Nachdem die Aligser Gallier in den letzten Wochen das Kunststück fertigbrachten, gleich die drei jeweiligen Tabellenführer in Folge zu besiegen, stehen nun zunächst wieder Gegner aus der unteren Tabellenregion auf dem Spielplan. So hieß es am vergangenen Sonntag zunächst die Auswärtsaufgabe beim Tabellenzehnten PTSV Aachen zu bewältigen. Trotz Reifenpanne am Vereinsbus auf der Anfahrt - die von Mannschaftskapitän Marten Ahlborn in rekordverdächtigen Zeit behoben wurde - ließ sich das Team von Coach Harald Thiele nicht aus der Ruhe bringen und bestach vor allem wieder durch mannschaftliche Geschlossenheit, Kampfkraft und mentale Stärke. Dieses zahlte sich aus, so dass die Gallier schließlich nach rund 100 Spielminuten die Römerbastion Aachen mit 3:1 Sätzen (25:23, 24:26, 25:21, 25:17) besiegt hatten. Die Frage, ob die Heimmannschaft am Vortag die Eröffnung der Karnevalssaison gefeiert hatte und deshalb in den letzten beiden Sätzen nicht mehr zulegen konnte, blieb übrigens ungeklärt. Erheblich mehr Probleme als der Gegner bereitete dann die Rückreise auf der A2, diesmal jedoch nicht wegen einer Reifenpanne, sondern wegen erheblicher Staus, so dass die Sportfreunde erst wieder gegen Mitternacht wieder die heimischen Gefilde ereichten. Am Sonnabend wollen die SFA-Männer jedoch wieder ganz ausgeschlafen sein und sich die nächsten drei Punkte sichern. Nach der Papierform: Tabellenplatz vier (Aligse) gegen Platz zwölf (Ammerland) - wäre alles andere als ein klarer Sieg des Thiele-Teams über die Gäste eine Riesenüberraschung, zumal der Tabellenletzte bisher auch nur aus den Spielen gegen Vor- und den Drittletzten überhaupt Punkte holen konnte. "Im Grunde können wir nur in Schwierigkeiten kommen, wenn wir die Aufgabe nicht ernst nehmen und meinen, die Punkte kommen uns von selbst zugeflogen", meint Kapitän Marten Ahlborn, "bringen wir dieselbe Konzentration und denselben Einsatzwillen auf die Platte, als ginge es gegen den Tabellenführer, dann werden wir auch den entsprechenden Erfolg haben." Zudem baut er mit seinen Mannschaftskameraden wieder auf die Begeisterung und lautstarke Unterstützung des Publikums.
Während die SFA-Herren also ihr Heimrecht geniessen, treten die derzeit drittplatzierten Aligser Drittliga-Damen zur gleichen Zeit beim Tabellensiebten Tuspo Weende an. Trainer Matthias Raschke ist guter Dinge, dass sein Team auch diesee Hürde nehmen wird: "Wir haben beim Tabellenführer Sorpesee einen Punkt geholt und anschließend sowohl zu Hause gegen Senden als auch anschließend in Cloppenburg die volle Punktzahl eingefahren - man sieht also, das Team will und kann gegen jeden Gegner bestehen." Sehr positiv verlaufe die Intergration von Neuzugang Lea Frackmann auf der Zuspielerposition, die im Wechsel mit Lena Onnen dort geschickt die Fäden zieht, und auch der Einsatz weiterer junger Spielerinnen wie Anne Schiller als Libera oder der erst 15-jährigen Kaderspielerin Maxima Schröder auf der Außenposition bedeutete keine Schwächung des Aligser Spiels, sondern biete vielmehr zunehmend Aufstellungsalternativen, so Raschke. Hiervon will er auch im Spiel gegen die Göttinger Nordstädter in Weende profitieren. "Wir wollen in der Liga ganz oben mitspielen, also müssen wir am Sonnabend siegen - und dafür werden wir wieder alles tun", ergänzt Mannschaftsführerin Katharina Wocken. "Wir haben ja auch in den Vorjahren beim GfL bereits gegen Weende gespielt - meist mit dem besseren Ende für uns. Und das soll für uns auch als Aligser Gallierinnen so bleiben".