Kundenansturm zum 110-jährigen Geburtstagsfest der Lehrter Fleischwarenfabrik Sasse-Maasberg

Wie die Wurst in die Pelle kommt? Sasse-Maasberg zeigte es - auch für begeistert aufgenommene Handyfotos - ständig neuen Besuchergruppen bei den Betriebsbesichtigungen zum 110-jährigen Bestehen seiner Fleischfabrik in Lehrte. (Foto: Walter Klinger)
Lehrte: Fleischwarenproduzent Sasse-Maasberg mit Fabrikverkauf |

Auch Betriebsbesichtigung sehr gefragt - Unternehmerfamilie Nitsch ist seit 40 Jahren selbstständig

LEHRTE (kl). An diesem stolzen Jubiläum wollten - sicher auch wegen der besonders schmackhaften "Zutaten" - ganz, ganz viele Lehrter teilhaben: Seit 110 Jahren besteht die von Carl Sasse gegründete Fleischwarenfabrik an der Ahltener Straße.
Zugleich feierte auch die Inhaberfamilie Nitsch ihre 1976 vom heutigen Seniorchef Ulrich Nitsch 1976 mit der Übernahme der Firma Sasse begründete 40-jährige unternehmerische Selbstständigkeit, heute als Sasse-Maasberg auch mit der Marke Halberstädter.
Im Zusammenspiel ihrer Marken und Standorte in Lehrte, in Feldheim bei Braunschweig (Halal-Produkte) und in Halberstadt (Konserven und Suppen) behauptet sich die kleine Unternehmensgruppe der Familie Nitsch regional sehr erfolgreich mit - eingerechnet ihre beiden Hotels "Villa Heine" in Halberstadt und Waldhotel Weserbergland am Ith - derzeit rund 200 Mitarbeitern.
Als Verantwortliche für den Vertrieb ist Silke Erdmann-Nitsch in Lehrte vor Ort (ihr Bruder Stefan leitet die Halal-Produktion bei Braunschweig). Sie lobt nicht nur verkehrslogistische gute Lage, sondern bekennt: "In Lehrte sind wir entstanden, an diesem Standort bleiben wir - und entwickeln uns weiter". Dafür spricht auch, dass - nach aufwändigem Komplettaufbau schon in Halberstadt - große Teile auch der Lehrter Produktionsstätte gerade erneut modernisiert worden sind.
Den Fabrikverkauf bis 14.00 Uhr mit seinen täglich mehreren Mittagsgerichten zur Auswahl an der Ahltener Straße kennen fast alle Lehrter. Die Fleischwarenfabrik dahinter fügt sich aber so gut in die direkte Wohnbebauung ein, dass sie - außer durch einen leichten Hauch von Würze beim Räuchern - kaum jemand jemals bemerkt.
Um so mehr (gut 300) Kunden standen jetzt Schlange, um - mit Schuhüberziehern und Plastikhauben und in Plastikkitteln - die Fleischwarenproduktion einmal in der geführten Kleingruppe besichtigen zu können.
Es erstaunten mit mehr als 150 die Vielzahl der (Wurst-)Produkte (viele im Naturdarm noch nach Originalrezepten von Carl Sasse), die strenge Hygiene (mit Hygieneschleuse) die Frische (innerhalb von 24 Stunden im Auslieferungskühlwagen, Beginn der Kühlkette schon in der Produktion und auch Vakuumverpackung), die durchgehende Etikettierung zur Rückverfolgung jeder Produktionscharge bis hin zum Erzeuger und - besonders die Hausfrauen - auch die Größe der Kessel, in den denen gekocht, gegart und geräuchert wird.
Draußen startete derweil am Grillpavillion und im Gastzelt sowie an Außentischen die Grünkohl-mit-Bregenwurst-Saison. DJ-Musik, Kinderschminken, Hüpfburg und Glüchsrad drehen im Fabrikverkauf rundeten das Fest ab, das auch das Interesse regionaler Lebensmittelmärkte als Weiterverkäufer fand.