Jetzt gibt es den vor Ort in Lehrte und Sehnde erzeugten Naturstrom in der Direktvermarktung!

"Historischer" Moment an einer "historischen" Stelle: Die Unterzeichnung des ersten Vertrages über den Naturstrom-Direktbezug durch Björn Rust (v.l.), Kunde Christian Bödecker, Rainer Eberth und Volker Böckmann in den "AgriWert"-Büroräumen in der ehemaligen Puderzuckermühle am EKZ "Zuckerfabrik" Lehrte. (Foto: Walter Klinger)

Stadtwerke und Energiegenosenschaft stellen neues Sonderprodukt vor

LEHRTE/SEHNDE (kl). "Ohne das Anzapfen der Ressourcen in unseren beiden Häusern wäre es nicht gegangen. Es hat eine Menge Kraft gekostet, aber es ist gelungen", bekennt Stadtwerke Lehrte-Geschäftsführer Rainer Eberth zur Energiegenossenschaft Lehrte-Sehnde. Deren Solarkraftwerke nach noch nicht einmal zwei Jahren 3,7 Megawatt Strom einspeisen - der jetzt mit dem neuen Sonderprodukt "Lehrte-E.eg-Natur-Strom" auch direkt vor Ort bezogen werden kann!
Fast 400 Mitglieder mit Geschäftsanteilen in Höhe 2,1 Millionen Euro legen die Grundlage für weitere Vorhaben bei der Erzeugung regenerativer Energie. "Aus dem Mitgliederkreis kam immer öfter die Anfrage, ob sie diesen vor Ort erzeugten Naturstrom denn nicht auch direkt beziehen können", berichtet als zweites Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Lehrte-Sehnde Volker Böckmann, Prokurist der Volksbank Lehrte-Springe-Pattensen-Ronnenberg eG. Anlass genug für einen weiteren Kraftakt: Zusammen mit einem fachkundigen Dienstleister haben die Stadtwerke die komplizierte, auch an der so genannten "Strombörse" auszuhandelnden Genehmigungsvorgang für die Direktvermarktung des von der Energiegenossenschaft in Lehrte und Sehnde erzeugten Naturstroms in nur wenigen Monaten erfolgreich durchlaufen.
Neben ihren bisherigen Produkten "Lehrte-STROM-FIX-XL" (mit Garantie auf den Arbeits- und Grundpreis bis Ende 2015) und "Lehrte-STROM-FIX" (mit in nur kurzer Zeit 6.000 Stromkunden) kann nun auch "Lehrte-E.eg-Natur-Strom" direkt vermarktet werden, mit ebenfalls garantiertem Arbeits- und Grundpreis bis Ende 2015 "und nur etwas mehr als einen Cent pro verbrauchter Kilowattstunde teurer als die schon günstigen Sonderprodukte aus konventioneller Erzeugung", wie sich Stadtwerke-Vertriebsmanager Björn Rust freut.
Durchaus mit berechtigtem Stolz präsentieren Stadtwerke und Volksbank am Gemeinschaftsstand mit der Energiegenossenschaft den Naturstrom vor Ort auch bei der "Familien-Frühjahrs-Messe" an diesem Wochenende. Versorgt werden aus der Stromerzeugung in den eigenen Solarkraftwerken können rund 1.000 Haushalte.
Ein Betrieb hat den NATURSTROM bereits fest gebucht, und das aus doppelt gutem Grund. Nach einem Schulseminar habe seine Tochter ihn mächtig dazu gedrängt, Naturstrom zu beziehen, berichtet Diplom-Argraringenieur Christian Bödecker. Andererseits weiß auch er aus beruflicher Praxis seines Ingenieurbüros "AgriWert", dass bei Wertermittlungen die Energieeffizienz von Gebäuden eine immer größere Rolle spiele, bekräftigte Bödecker, als er jetzt für seine Büroräume in der ehemaligen Puderzuckermühle des EKZ "Zuckerfabrik" Lehrte den ersten Bezugsvertrag für den vor Ort erzeugten regenerativen Strom unterzeichnete. Weitere Interessenten dürften diesem Beispiel bei der "Lehrter Messe" folgen.
Geöffnet hat die regionale Verbraucherschau auf dem Lehrter Schützenplatz (Navi: Am Pfingstanger / Hohnhorstweg) am Freitag und Samstag, 14. und 15. März, jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr sowie am Sonntag, 16. März, von 11.00 bis 18.00 Uhr.