Gelungene innovativ-informative 2. Handwerkermesse in Ahlten

Vor ihrer bundesligareifen Sponsorenwand freuten sich die Ahltener Firmenchefs Daniel Keding (v.l.), Thomas Wilke, Andreas Winter, Staranwalt und Ex-96-Chef Fritz Willig, Christian Däwes, 96-Klubchef Martin Kind, Jörg Meier-Grünhagen und Kay Hofmeister über die rund-um gelungene Handwerkspräsentation. Zum Erfolg der Talkshow trug in bester Tonaussteuerung per Hand auch DJ Thomas Maronna (re., unten) bei. (Foto: Walter Klinger)
 
Innovative Geräte und Techniken, aber auch viele Weiterentwicklungen, präsentierten die Ahltener Handwerker im Ausstellungszelt (Foto) und auch mit Ausstellungswagen auf der dafür erstmals gesperrten Hannoverschen Straße. Kita-Eltern und der Förderverein des Flötenorchesters halfen bei der Verpflegung, auch der Tombolaerlös kommt gemeinnützigen Ahltener Zwecken zugute. (Foto: Walter Klinger)
Lehrte: Malerbetrieb Kay Hofmeister Ahlten |

Aufgabe und Verantwortung: Zwei 96-Klubchefs auf dem Podium

AHLTEN (kl). Die überaus gute Beteiligung und die fast volksfestartige Stimmung (auch bei der Ziehung der über 200 attraktiven Tombolapreise) bewiesen, dass sich die Ahltener von der Einladung der beteiligten fünf ortsansässigen Handwerker zur 2. innovativ-informativen Hofmesse auf dem Gelände des Malermeisterbetriebes Kay Hofmeister an der Hannoverschen Straße 18 geehrt fühlten. Gleiches galt - der starke Beifall bewies es - auch für den Besuch des Hannover 96-Klubchefs Martin Kind und Fritz Willig, einem seiner Vorgänger.
Zahlreiche Ahltener Besitzer von 96-Dauerkarten waren im Publikum, als Gastgeber Kay Hofmeister den 96-Chef interviewte. Einige aber auch, um zu sehen, ob sich der Malermeister im Gespräch mit dem erfolgreichen Hörgeräte-Unternehmer, der tausendendmal so viele Mitarbeiter hat wie er, auch als Talkmaster bewähren würde.
Es gab tatsächlich einige Ahltener und Gäste, die das Ergebnis überraschte: Würde 96 so gut spielen wie sich der Klubchef in Ahlten interviewen ließ, der Wiederaufstieg wäre vorzeitig perfekt.
Wie die Ahltener Handwerker bei ihrer Messe, ging es auch im Kind-Interview darum, dass man nur etwas bewegt, wenn man(n) sich der Aufgabe stellt. Niemand sei so sehr bereit Verantwortung zu übernehmen wie Martin Kind, lobte Staranwalt Fritz Willig. Der kennt über den Fußball Kay Hofmeister freundschaftlich so gut, dass die sehr entspannte Stimmung am Talk-Tisch (vor Ahltener Sponsorenwand mit den Handwerker-Logos, genau so wie in der 1. Liga üblich) auch Martin Kind ansteckte.
Ganz relaxt ließ der Klubchef denn auch tiefe Einblicke in sein Gefühlsleben zu: dass er es schon als gewöhnungsbedürftig empfinde, wie Fans und Medien teilweise mit ihm umspringen. Ihn aber auch 14 Jahre 1. Bundesliga, die tolle Arena und ebenfalls das neue Nachwuchsleistungszentrum stolz machen. Leistungen, auf die mit einem Aufstieg ("wir müssen voraus blicken . . .") aufgebaut werden könne.
Zur Schicksalhaftigkeit des (Fußball-)Lebens wurde Martin Kind dann fast philosophisch: wie sein Vorgänger Utz Claaßen vor fast zwei Jahrzehnten doch völlig recht gehabt habe, dass 96 insolvent gewesen sei, dies aber zum falschen Zeitpunkt und zudem auf die falsche Weise geäußert habe, worauf Kind dann übernehmen musste. Wie zunächst dann das Pokalspiel gegen Bremen 96 finanziell gerettet habe.
Und welch wunderbare Menschen, allen voran Ralf Rangnick und Mirko Slomka - mit der im übrigen für ihn schönsten Zeit - 96 voran gebracht hätten; aus dieser Reihe dann aber Thomas Schaaf die Mannschaft nicht mehr erreicht habe, was jetzt Daniel Stendel wieder gelinge. Wobei immer er kritisiert worden sei, wenn er sportliche Entscheidungen mitgetroffen habe. Kaum habe er sich einmal rausgehalten, auch das gehöre zur Wahrheit, sei 96 dann abgestiegen, merkte - mit schon wieder vermitztem Lächeln - Martin Kind an.
Und unternehmerisch: Dass es Schicksalstage gebe, bei denen auch bei ihm alles auf der Kippe gestanden habe - etwa nach der Beerenwein-Nacht beim Wiedersehen mit Schulfreunden, leider direkt vorm Eignungstest bei Jenaer Glas. Dass auch er einen Chef brauchte, der ihn förderte, um auf den richtigen Weg zur Selbstständigkeit zu kommen. Dass inzwischen sein ältester Sohn das längst international aufgestellte, selbst produzierende Unternehmen übernommen habe. Dass der spanische Markt schwieriger sei als der spanische Fußball erfolgreich - keine Frage, die Ahltener waren begeistert . . .
Auch nach Martin Kinds Tennispartnern (Dirk Rossmann und Gerd Schröder) fragte Kay Hofmeister - da ist für Interviewpartner bei der nächsten Hofmesse vielleicht ja noch Luft nach oben . . .
Und die Parallele zu den Ahltener Handwerkern?: Nach guter Vorarbeit mit der Präsentation innovativer und weiterentwickelter Geräte und Techniken bei ihrer 2. Hofmesse dürfen auch sie sich jetzt über ein starkes Nachfolgegeschäft freuen. Besser empfehlen kann man sich im örtlichen Umfeld nicht. Aber vielleicht noch etwas breiter aufstellen, wenn nämlich nächstes Mal noch mehr Bretriebe bei der Ahltener Leistungsschau mitmachen . . .