Das "Quartier 16" wird auch städtebaulich ein Gewinn für Lehrte

In optisch leicht und luftig wirkenden Baukörpern mit viel hellem Wohnraum werden sich die im Herbst 2016 bezugsfertigen 46 Wohnungen des an der Schlesischen Straße entstehenden "Quartier 16" präsentieren. (Foto: Büro Schulze & Partner)
 
In zwei Baukörpern werden die insgesamt fünf Wohnhäuser mit jeweils eigenem Treppenhaus und Aufzug den Innenhof umschließen, auf welchem der alte Baumbestand erhalten bleibt. (Foto: Büro Schulze & Partner)
Lehrte: Neubau Quartier 16 |

Hoher (Miet-)Wohnungsstandard mitten in der City

LEHRTE (kl). Auch wenn der Weggang der beruflichen Fachgymnasien (und der damit vorletzten Regionseinrichtung in Lehrte) die Stadt schmerzt, einige deshalb auch die tolle "Abrissparty" kritisch gesehen haben - die Nachnutzung des bisherigen, jetzt gebäudefrei hergerichteten BBS-Schulareals an der Schlesischen Straße durch die Wohnanlage "Quartier 16", welche hier die Lehrter Wohnungsbau bis zum Herbst 2016 errichtet, wird städtebaulich der Lehrter Innenstadt einen überaus positiven Impuls geben.
Dies ist nicht nur der Eindruck der Mitglieder des Bauausschusses des Lehrter Stadtrates nach der Vorstellung des Archtiktenentwurfes, sondern offenbar auch von zahlreichen Interessent/innen im Zuhörerraum - jedenfalls musste Wohnungsbau-Geschäftsführer Frank Wersebe im Anschluss an die Präsentation bereits zahlreiche Detailfragen interessierter Mieter/innen beantworten.
Excellent ist bereits die Lage der künftigen Wohnanlage mit 46 Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen mit 54 bis 147 Quadratmetern Wohnfläche: Im Umkreis von nur wenigen hundert Metern erschließt sich von hier aus fußläufig das Angebot von mehr als 120 Einzelhandelsgeschäften und Fachmärkten sowie auch von Gastronomie, Banken, Arztpraxen (und - noch - auch des Krankenhauses) und Dienstleistern.
Einige davon wird das "Quartier 16" auch direkt im Haus haben, denn in seinem Erdgeschoss entstehen auch sechs Praxis- und Büroeinheiten mit Flächen zwischen 75 und 300 Quadratmetern. Ein weiteres Plus sind die Bahnhofs- und die Nähe zu mehreren Bus(ring)linien. wenige Schritte zur anderen Seite bietet sich das komplette Freizeit-, Sport- und Kulturangebot von Stadtpark, Fachwerkhaus, Hallenbad, Sporthallen und Sportflächen.
Ein hoher energetischer Standard mit zudem der Versorgung durch ein eigenes Blockheizkraftwerk, rollstuhl- und kinderwagengerechte Aufzüge in allen Treppenaufgängen der insgesamt fünf Häuser und ein komplett barrierefreier Zugang auch zu den Außenanlagen tragen zum hohen Wohnwert bei. Ebenso die Tiefgarage mit 56 wohnungsnahen Einstellplätzen.
In weiteren Details wie Tageslicht durch kleine Fenster auch in den Kellerräumen und eigene Räume für die Lagerung des Mülls bis zur Entsorgung spiegelt sich die 1000-fache Erfahrung der Lehrter Wohnungsbau bei der Umrüstung auf modernen Wohnstandard schon in ihrem bisherigen Wohnungsbestand.
Die Lehrter Wohnungsbau bleibt dabei ihrem Auftrag als Wohnungsbau-Unternehmen in kommunaler Hand treu: "Die wird kein Yuppie-Palast", verdeutlicht Geschäftsführer Frank Wersebe zur Architektenplanung. Die - trotz der verdichteten Bebauung - ein "hell und luftiges" Wohnquartier verspricht. Was sich nicht nur hellräumig in großflächigen Fenstern bis zum Boden und Loggia oder Balkon für jede Wohnung beweist.
Vor allem ist es die Aufteilung in zwei getrennte, benachbarte Gebäudeteile mit nach Süden und Norden offenem Innenhofbereich (mit Erhalt der bereits vorhandenen Bäume), die im viergeschossigen "Quartier 16" naturnahe Wohn-Initimität mit Durchlässigkeit zum umgebenden Cityangebot verbindet.
Der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbes war für das Büro Schulze und Partner wegen der ganz unterschiedlichen umliegenden Bebauung keine leichte Aufgabe. Architekt Jochen Beckröge konnte jetzt aber eine "leichte und luftige" Lösung vorstellen, welche den bisherigen kompakt-dunklen Schulkomplex bei der Quartier-Nutzung im Sinne des Wortes in Farbe wie aufgelockerter Gebäudestruktur "aufhellt" - und damit auch optisch den Anschluss zu den modernen Gebäuden auf dem ehemaligen Sundmacherkomplex wie etwa auch zum Amtsgericht schafft. "Wir bringen das Stadtbild voran", ist sich auch Wohnungsbau-Geschäftsführer Frank Wersebe sicher.
Trotz zahlreicher Anfragen für einen Wohnungskauf bleibt sich die Lehrter Wohnungsbau auch bei der Nutzung treu: Verkauft wird nicht und die Mietpreise bleiben mit 8,50 Euro pro Quadratmeter Wohnungsfläche und 9,50 Euro für Büros und Praxen sowie Energie- und Nebenkosten bei etwa drei Euro erschwinglich. Der Einstellplatz in der Tiefgarage wird zwischen 40 und 50 Euro liegen.
Baubeginn für das "Quartier 16" soll im Frühjahr 2015 (zeitgleich zur Vermarktung für Mietinteressent/innen) sein, die Fertigstellung mit Bezug ist im Herbst 2016 geplant.