Zwei Feuer in nur acht Stunden beschäftigen die Feuerwehren in Sehnde

Feuerwehrkräfte unter schwerem Atemschutz bei ihrer Nachsuche nach Brandnestern in dem ausgebrannten Patientenzimmer in Köthenwald. (Foto: Feuerwehr Sehnde)
 
Machte das ganze Haus unbewohnbar: Der Kellerbrand am Birkenring in Ilten, der einen Schaden von etwa 150.000 Euro anrichtete. (Foto: Feuerwehr Sehnde)
SEHNDE (r/kl). Am Mittwoch dieser Woche ist es um 3.21 Uhr im Ortsteil Ilten zu einem ausgedehnten Kellerbrand gekommen. Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar. Bereits um 11.41Uhr kam es zu einem weiteren Feuer im Ortsteil Köthenwald, dort wurde ein Zimmerbrand im Klinikum gemeldet. Das Zimmer brannte fast vollständig aus. Weitere Gebäudeteile sind durch den Brandrauch beschädigt worden.
Der Kellerbrand ereignete sich in den frühen Morgenstunden im Birkenring in Ilten, die Regionsleitstelle löste Alarmstufe 2 (von 5 möglichen) aus. Die zuständige Feuerwehr Ilten und die Feuerwehr Sehnde fuhren mit 30 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen die Einsatzstelle an und konnten dabei bereits eine starke Rauchentwicklung sehen.
Beim Eintreffen erkundete der zuständige Einsatzleiter und erkannte, dass das Feuer bereits aus dem Kellerfenster auf den Wintergarten und die Dachkonstruktion übergriff. Die Feuerwehr ging mit zwei Rohren und Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung vor. Mit zwei Hochdrucklüfter wurde versucht, die Kontamination durch Brandrauch zu beschränken.
An dem Gebäude entstand erheblicher Sachschaden, das Gebäude ist derzeit aus Sicht der Feuerwehr unbewohnbar. Die Brandermittler der Polizei gehen nach ihrer Untersuchung von einem technischen Defekt an einer elektrischen Leitung als Ursache für das Feuer aus. Den Schaden schätzen sie auf etwa 150.000 Euro.
Aufgrund der massiven Hitze führte die Feuerwehr Ilten am Donnerstag um 10.00 Uhr eine Brandnachschau durch. Gerade als die Brandnachschau beendet und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr wieder hergestellt war, löste die Regionsleitstelle „B3 und MANV 1“ (Massenanfall an Verletzten 5 bis 20 Personen) zu einem Zimmerbrand im Klinikum in Köthenwald aus.
Schon während der Anfahrt der Feuerwehren Ilten, Sehnde, Bilm, Höver und Wassel wurde der Zimmerbrand bestätigt. Beim Eintreffen entschied der Einsatzleiter, die Feuerwehr Rethmar für weiteres Personal nachzualarmieren. Das Personal der Klinik reagierte vorbildlich, bereits das gesamte Gebäude war bei Eintreffen der Feuerwehr geräumt.
Die Feuerwehr kontrollierte alle vorhanden Patientenzimmer und leitete unmittelbar die Brandbekämpfung über 1 C-Rohr im Innenangriff und 1 C-Rohr über die Drehleiter im Außenangriff ein. Auch die Brandausbreitung wurde über einen mobilen Rauchverschluss verhindert. Das Gebäude wurde kontrolliert belüftet, um die Ausbreitung des Brandrauches zu verhindern. Im Einsatz waren 77 Feuerwehrleute, ein Großaufgebot des Rettungsdienstes sowie die Polizei.
Im Rahmen der ersten Ermittlungen am Brandort geriet die 23-jährige Bewohnerin des Zimmers in den Fokus der Polizeibeamten. Sie hat die Tat wenig später eingeräumt und muss sich nun wegen vorsätzlicher Brandstiftung verantworten. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf etwa 5.000 Euro.
Beide Brandeinsätze wurden in kürzester Zeit von den Feuerwehren abgearbeitet, so Stadtbrandmeister Jochen Köpfer. Sein Dank gilt allen Kameraden und deren Arbeitgebern, die es ermöglicht haben, diese kurzfristig aufeinanderfolgenden Einsätze abzuarbeiten.