Zum Jubiläum gönnt sich die Galerie Lehrte eine besonders hochkarätige Ausstellung

Zum Jubiläum eine besondere Ausstellung: Bürgermeister Klaus Sidortschuk (links) und Julienne Franke vom städtischen Kulturamt begrüßen den Bildhauer Jürgen Schneider vor seiner Installation „Museo de la Mancha“. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - „Museo de la Mancha“ von Jürgen Schneider bis Ende August zu besichtigen

LEHRTE (hdb).In die ehemalige Schlosserei passt die aktuelle Ausstellung inhaltlich perfekt: Viel Metall erwartet den Besucher in der beeindruckenden Präsentation von Jürgen Schneiders „Museo de la Mancha“. Der hannoversche Künstler wird am 4., 11. und 25. August –dem Tag der Finissage – vor Ort sein.
„Etwas anderes, als was man sonst in der Galerie sieht“: So hat Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk seinen Eindruck der Ausstellung während der Vernissage zusammengefasst. Er erinnerte in seiner Begrüßungsansprache an die Gründung der städtischen Galerie vor 25 Jahren in der Königstraße. Anlass war damals die Schenkung von 110 Werken des Malers und Grafikers Franz Belting. 1993 wechselte die Galerie in die Ahltener Straße, ehe sie 2006 ihr wohl endgültiges und formidables Domizil in der Alten Schlosserei fand.
Jährlich fünf Wechselausstellungen plant das Kulturamt. Jetzt also das „Museo de la Mancha“, eine metallisch glänzende, raumgreifende Installation von unschätzbar vielen Messingstücken, die der 75-jährige Künstler auf Schrottplätzen und Flohmärkten entdeckt hat. Die Ausstellung, die außerdem eine weitere Installation im Bühnenraum, acht Objekttafeln und Einzelstücke wie das „Narrenschiff“, das „Traumpaar“ und das „Luftschloss“ zeigt, wurde ermöglicht durch eine finanzielle Unterstützung der Stiftung Kulturregion Hannover.
Der Kunstpublizist Heinz Thiel bescheinigte der Schau eine besondere Faszination, die dazu einlade, sich einfach einen Stuhl zu nehmen und sich „in das zu versenken, was kommt“. Die Objekte seien nicht auf den ersten Blick zu erfassen. Vielmehr würden diese „das, was Sie wollen, das es wird“, beschrieb er in seiner Werkeinführung die multikulturelle Wirkung des „Museums im Museum“. Es ist geöffnet jeweils dienstags bis donnerstags sowie sonntags in der Zeit von 14 bis 18 Uhr. Jürgen Schneider wird am Donnerstag, 4., Donnerstag, 11. und Donnerstag, 25. August für Gespräche mit den Besuchern vor Ort sein. Julienne Franek vom Kulturamt plant für Sonntag, 18. August, eine kostenlose Führung für die Besitzer eines Theater-Abonnements. Anmeldungen werden erbeten unter Telefon (05132) 8 30 07 15.