Zum 28. Mal das „Woodstock des Nordens“ in Immensen

Noch sind Dippen und seine Helfer beim Bühnenaufbau eingespannt: Am Freitag Nachmittag startet das 28. Zytanien-Open Air. (Foto: Susanna Veenhuis)

Ein Beitrag von Susanna Veenhuis - Das "Zytanien"-Open Air bietet dreitägiges Musikspektakel am Wald

IMMENSEN (sv). Ruhig geht es zu dort in Zytanien hinter der Schallschutzwand an der Bahnstrecke nach Berlin. Doch einmal im Jahr sind die Bewohner der ehemaligen Ziegelei und ihre rund 2.000 Gäste viel lauter als jeder Zug, der vorbei rattert. Denn beim Open Air-Festival in Zytanien können die Bands so laut und so lange Musik machen, wie sie wollen. Auch in diesem Jahr werden zum 28. Mal mehr als 25 Bands und DJ's so ziemlich jeden musikalischen Geschmack treffen – allein 18 Gruppen aus ganz Europa spielen auf der großen Hauptbühne.
Mit dabei sind in diesem Jahr: "Offbeat Mafia", "Deamon’s Child", "Wedge", "Annuluk", "Flash Future", "Navigations System Band", "Palo Seco Vodoo Club", "Loudog", "Powder for Pigeons", "Analogue Birds", Eljot Quent, "Ohrbooten", "Sedated Angel", "Goldkante", "11Is", "Mangrooves" und "Candy Trip Down".
Die für Samstag um 2 Uhr vorgesehene Band „Batacuda Sound Machine“ hat überraschend ihre Tournee abgesagt. Dafür tritt jetzt die „Real Mash Up Rambo Crew“ auf.
Zum Tanzen und selber Musikmachen lädt der "Weltraum" mit experimenteller Musik von "Space Invaders", "Phyla", "Air" und Jean Paul Mustache ein. Im karibisch anmutenden "Ongolito Ville" geben DJs wie "Benny Ferkel", "Igor the Koi", "Zweimannzelt", "Trevor Thin", "Kindred", "ModeTier", "Lukas Kübler", "Fate" und "Mehrklang" den Ton an.
Damit der Spaß am Freitag, 29. August, um 17.00 Uhr losgehen kann, sind Dippen alias Christian Topf und seine Helfer derzeit noch mit dem Aufbau beschäftigt und verlegen Kabel für Licht und Ton an der Hauptbühne. Hetzen lassen sie sich dabei nicht. „Hier ist alles ein bisschen anders als; dieses Festival lebt von dem ganz besonderen Flair, den es hat und auch behalten soll“, sagt Dippen über das Zytanien-Open Air, das bisweilen auch das „Woodstock des Nordens“ genannt wird. Denn das Zytanien-Festival ist jedesmal auch eine Zeitreise in die Ära der Hippies und Blumenkinder, wobei sich offensichtlich Leute aller Altersklassen angesprochen fühlen. Kinder können sich an verschiedenen Spielgeräten ausprobieren, basteln und Musik machen.
Übernachtungsgästen steht eine drei Hektar große Zeltwiese zum Campen zur Verfügung. Das dreitägige Festival endet am Sonntag Nachmittag. An diesem Tag ist der Eintritt frei. Für Freitag und Samstag zusammen kostet er 30 Euro an der Abendkasse und 27 Euro im Ticket-Shop im Internet unter www.zytanien.de. Die Anfahrt ist ausgeschildert.