Ziel ist die Ehrenscheibe zum Landesschützentag

Einer der ersten Schützen, der sich anmeldete, war der Vorsitzende des Schützenvereins in HB, Ralf Auras (l). Herbert Eggers führte die Starterliste und Erika Cyrol war für den Scheibenverkauf zuständig. Foto: Renate Tiffe (Foto: Renate Tiffe)

Wettbewerb begann in Wettmar, Sehnde und Burgdorf folgen

Wettmar (ti). Am 17. April findet der 54. Landesschützentag in Burgdorf statt. Um die 52 Vereine des Burgdorfer Kreisschützenverbandes in die Veranstaltung mit einzubeziehen, haben die Bürgermeister der betreffenden sechs Kommunen besondere Schützenscheiben gestiftet. Alle Vereinsmitglieder sind aufgerufen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Beim Schützenverein „Gut Ziel“ in Wettmar wurde am Wochenende das erste Schießen durchgeführt. Im wöchentlichen Abstand folgen weitere Wettbewerbe in Sehnde und Burgdorf.
Der Kreisverband habe die Standorte so gewählt, dass sie gleichmäßig über das Verbandsgebiet verteilt sind, sagte der Vorsitzende Werner Bösche. Wettmar mit seinen 20 Schießständen biete sehr gute Voraussetzungen. Nach dem Schützenzentrum in Hannover ist „Gut Ziel“ der Verein mit den meisten Schießständen. Geschossen wurde auf 10 Meter mit Luftgewehr Auflage. Gewertet wurde nach Teilern, jenen elektronisch nach tausendstel Millimetern gemessenen Abständen innerhalb der schwarzen Zehn. Auch für erfahrene Schützen gehört ein Quäntchen Glück dazu, eine möglichst niedrige Zahl zu erlangen. Gleichzeitig sollen damit auch weniger geübte eine Chance erhalten.
Die Starterliste führte der stellvertretende Vorsitzende Herbert Eggert aus Isernhagen, für die Auswertung war Hubertus Kullik von der Schützengesellschaft Ahlten zuständig. Die Schützen erhielten zwar ihre Werte im Schießbuch angegeben. Das endgültige Ergebnis wird jedoch bis zum Landesschützentag geheimgehalten. Beim Festball am Samstagabend sollen die Scheiben feierlich übergeben werden. Die besten drei Schützen werden mit Partner zum Festball eingeladen.
Es sei doch Ehrensache an einem solchen Wettbewerb teilzunehmen, meinte Wettmars amtierende Schützenkönigin Petra Reineke und gehörte zu den ersten, die sich am Samstagmittag in der Schießhalle einfanden. Auch der Schützen-Vorsitzende aus Isernhagen HB, Ralf Auras war gleich am Anfang mit dabei.
Als Zuschauer zeigte sich der stellvertretende Kreisschatzmeister Karl Kellner vom Schützenverein Uetze, vielen Wettmarern noch bekannt. Er ließ seine Frau Bärbel schießen. Der Kreisvorstand nahm aus verständlichen Gründen nicht am Wettbewerb teil. Es geschah deshalb außerhalb der Konkurrenz, als der Präsident gegen Ende des Schießens am Sonntag selbst zum Gewehr griff. Dazwischen hatten sich unter der Aufsicht von Vorstandsmitglied und Pressesprecher Wilfried Cyrol aus Hämelerwald über beide Tage verteilt Schützen aller Altersstufen dem Wettkampf gestellt. Manche waren offenbar nicht ohne Ehrgeiz. Hendrik Feuerhake aus Wettmar war an seinem 16. Geburtstag der Letzte am Schießstand. Eva Guhl aus Isernhagen, diesjährige Landesmeisterin der Senioren B, trat dreimal an.
Nicht ganz zufrieden waren die Verantwortlichen, unter ihnen der Wettmarer Vorsitzende Joachim Schluckebier als Gastgeber, mit der Beteiligung an diesem ersten Wettbewerb. Es hätten mehr Teilnehmer sein können, meinte Herbert Eggert. Die Kälte und die Aussicht auf Schnee hätten wohl viele abgehalten. Aber es kommen ja noch die beiden Wettbewerbe in Sehnde am nächsten Wochenende und in Burgdorf am 6. und 7. Februar.