Wieder private Hilfsaktion "im Bananenkarton" für Belarus

Ganz herzlich bittet Almuth Müller darum, die Hilfsgüter für Belarus für die Annahme vom 1. bis zum 3. Mai bei ihr in Bananenkartons zu verpacken (die auch auf dem Hof Klußmann bereit stehen). Im vergangenen Sommer mit seiner Hagelkatastrophe lieferten viele Spender in Säcken an - und die Organisatorin der Hilfsaktion wurde über Wochen beim Umpacken nicht Herr der Lage. (Foto: Humanitäre Hilfe Osteuropa)
Lehrte: Sammelstelle Humanitäre Hilfe Osteuropa |

Almuth Müller in Arpke nimmt die Spenden vom 1. bis 3. Mai an

ARPKE (r/kl). Im letzten Herbst konnte die seit Jahren ehrenamtlich für die Humanitäre Hilfe Osteuropa tätige Arpkerin Almuth Müller ihre Sammlung für Hilfsgüter nach Belarus wegen des Hagelunwetters nicht wie gewohnt durchführen, hofft aber bei der Neuauflage der Aktion in den ersten drei Mai-Tagen wieder auf große Resonanz von Spender/innen - trotz der durch neue Sammelcontainer auch in Arpke gewachsenen Konkurrenz kommzerzieller Second-hand-Verwerter.
"Ich hatte zum einen keinen trockenen Platz und zum anderen keine Zeit und noch weniger einen freien Kopf dafür", berichtet Almuth Müller über die Zeit nach dem verheerenden Hagelunwetter 2013. Vom 1. bis zum 3. Mai nimmt sie unter dem Mott "Helfen Sie helfen!" nun täglich von 15.00 bis 18 Uhr an ihrem Haus in Arpke, Zum Hämeler Wald 4, oder nach Vereinbarung unter Telefon (05175) 92 03 13 wieder Hilfsgüter für Belarus an.
„Das Geschäft mit der Second-hand-Kleidung boomt und wer es hierzulande intensiv betreibt, kann so manchen Euro damit verdienen“, meint Almuth Müller. Die sich aber sicher ist, dass trotzdem Hilfsgüter bei ihr für die Bedürftigen in Belarus gespendet werden.
Sie weiß, dass es immer noch Menschen gibt, die sich überlegen, wem sie ihre gebrauchten Sachen geben (zum Beispiel den Hilfsorganisationen, Bethel, oder einfach schnell zur Entsorgungin den Container). Ihre langjährige Erfahrung bei der Annahme der Hilfsgüter ist die, dass oft gerade die nicht so Betuchten gern auch die 2,50 Euro Transportkosten pro Bananenkarton zusätzlich spenden, damit Bedürftige in Belarus, wohin die von ihr gesammelten Hilfsgüter geschickt werden, davon profitieren.
"Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass von den bei mir abgegebenen Hilfsgütern nichts verkauft wird, sondern jedes Teil, jedes Paar Schuhe, jedes Kuscheltier, jede Decke, jedes Handtuch oder was immer gespendet wird, alles kommt garantiert bei den Ärmsten der Armen in Belarus an“, betont Almuth Müller. Im vergangenen Herbst verbrachte die Arpkerin eine Woche in Moldawien, um sich vor Ort ein Bild von den Menschen, ihren Sorgen und Wünschen und den Lebensumständen zu machen.
Sie besuchte dort Kinderheime, Krankenhäuser und kam bei Besuchen der winzig kleinen lutherischen Kirche auch mit Privatpersonen zusammen. "Vieles erinnerte mich an die erste Fahrt vor etwa 20 Jahren nach Litauen: die Armut springt einen förmlich an!", berichtet die Arpkerin.
"Darum spenden Sie gern und fröhlich", meint Almuth Müller, "und helfen Sie, die Not zu lindern". Gesammelt werden bei ihrer wie in den Vorjahren auch gebrauchte tragbare Kleidung, besonders für Babys und Kinder; Schuhe, Spielzeug, Kinderwagen, Stoffe und Wolle, Decken, Bettbezüge und besonders Handtücher für ein Krankenhaus in Basarabasca.
"Verpacken Sie die Hilfsgüter in Bananenkartons, denn so kann ich bei der Annahme die Kartons gleich auf Europaletten stapeln und sie werden schon Ende Mai Belarus erreichen. Bananenkartons stehen auf Klußmanns Hof, Zum Hämeler Wald 3 in Arpke gleich neben dem Eierhäuschen für Sie bereit", informiert Almuth Müller.