Weißer Glühwein wird knapp und der Weihnachtsmann verspätet sich . . .

Von vielen Lichtern (und übrigens auch vom Vollmond) wurde in klarer Nacht der dreitägige Lehrter Weihnachtsmarkt vor der Matthäuskirche beleuchtet. (Foto: Horst-Dieter Brand)
Lehrte: Matthäuskirche |

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Mischung aus Markt-Budenrund und Programmangebot in der Matthäuskirche hat sich bewährt

LEHRTE (hdb). Es wird voraussichtlich keine weiße Weihnacht geben – aber dafür schenkte der veranstaltende Stadtmarketing-Verein während des Weihnachtsmarktes weißen Glühwein aus. Der ging allerdings angesichts des großen Publikumszuspruches am Ende zur Neige. Und zum Auftakt verspätete sich auch noch der angekündigte Weihnachtsmann.
Das waren aber auch die einzigen „Pannen“. Drei Tage lang und inzwischen zum dritten Mal wurde zu Füßen der Ehrfurcht einflößenden Matthäuskirche der Weihnachtsmarkt gefeiert. Die Bilanz des Stadtmarketing-Vereinsvorsitzenden Udo Gallowski fiel sehr positiv auf: „Die Mischung aus dem weihnachtlichen Budenrund und einem umfangreichen kulturellen und kirchlichen Programmangebot in der Kirche hat sich erneut bewährt, der Ort an der Matthäuskirche hat sich etabliert“ – so sehr, dass angesichts der Nachfrage am dritten Veranstaltungstag der weiße Glühwein am Stadt des Veranstalters bereits eine Stunde vor dem offiziellen Ende ausverkauft war.
Nach dem Laternenumzug mit etwa 200 kleinen und großen Teilnehmern vom Rathaus zum Marktplatz hatten Bürgermeister Klaus Sidortschuk und Pastorin Beate Gärtner am Freitagabend den Weihnachtsmarkt mit seinen 25 Ständen eröffnet. Während Sidortschuk den idealen Standort herausstrich, rief Gärtner, sich selbst als "Marktschreierin" bezeichnend, ihre Zuhörer auf: „Bereitet dem Herrn den Weg“. Seinen Weg bahnte sich dann leicht verspätet der angekündigte Weihnachtsmann, auf den die vielen Kinder sehnsüchtig warteten. Wie hinter den Kulissen zu erfahren war, traf die Absage von Knecht Ruprecht wegen einer anderen Verpflichtung erst kurzfristig ein.
Doch Cheforganisator Udo Gallowski wusste auch für diesen Notfall eine Alternative (und schlüpfte selbst in die Maskierung, wobei er kurz vorher nur noch schnell mal eine Wasserpumpenzange organisieren musste). Während des Weihnachtsmarktes trudelten auch mehr als 100 Kinderbriefe an den Weihnachtsmann im extra aufgebauten Weihnachtspostamt ein, das von Joachim Haake und seinen Schülern gebaut und von Hildegard Klemm, Elfie Gallowski und Claudia Schule betreut wurde. Sie werden dafür sorgen, dass die Wunschzettel noch rechtzeitig an die „Himmelsthür“ weitergeschickt werden.
Derweil konnten sich die Erwachsenen in der Kirche eher meditativen Augenblocken widmen, sie es bei der Besichtigung der Engel-Ausstellung von Inge Ulrich oder der musikalisch-literarischen Darbietung des Jahreszeiten- Ensembles unter Leitung von Mathias Witzig und des Rezitators Klaus-Peter Grossmann. Als Ruhestation diente vielen Besuchern auch der Offene Adventskalender im Foyer, wo Isabel Stößel als Mitglied des Gemeinderates zu Plätzchen - gebacken von Mädchen und Jungen aus der Matthäus- Kita - Kaffe und Tee servierte.