Vierte A2-Spur zum Aus- und Einfädeln zwischen Kreuz Hannover-Ost und Lehrte ist bald frei

Ein Jahr zögerten fehlende Anzeigetafeln die Freigabe der Verflechtungsstreifen (ausgebaute Standstreifen) zwischen dem Kreuz Hannover-Ost und Lehrte sowie in Gegenrichtung hinaus. Jetzt sollen mobile LED-Tafeln Zwischenlösung sein, doch die Entfernung der gelben Streifen (unser Foto, links) gestaltet sich zeitaufwändiger als erwartet . . . (Foto: Walter Klinger)

Automatische mobile Hinweistafeln als "Anzeigeprovisorium"

LEHRTE (r/kl). Auf der Autobahn 2 werden die neuen Verflechtungsstreifen zwischen dem Autobahnkreuz Hannover-Ost und der Anschlussstelle Lehrte voraussichtlich in den nächsten Tagen für den Verkehr freigegeben. Dass diese Spur ganz rechts (der vor einem Jahr ausgebaute Standstreifen) nun tatsächlich - auf 3,5 Kilometer "Überlänge" - zum Ein- und Ausfädeln genutzt werden kann, soll nun vorerst mit noch aufzustellenden mobilen Hinweistafeln signalisiert werden.
Nach Angaben des regionalen Geschäftsbereichs Hannover der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr lag es am fehlenden Anzeigesystem, dass der zur Ein- und Ausfädelungsspur ausgebaute Standstreifen gut ein Jahr nicht freigegeben werden konnte.
Erst nachdem ein überregionaler Pressebericht auf diesen Mißstand hinwies, kam Bewegung in die Sache. Um die Freigabe zu ermöglichen, ist nun ein Sicherheitskonzept erarbeitet worden, das auch eine technische Zwischenlösung beinhaltet.
Die Verkehrsteilnehmer auf dem 3,5 Kilometer langen Abschnitt der A 2 können mit fünf mobilen LED-Tafeln geleitet und über Störungen und gegebenenfalls notwendige, temporäre Sperrungen des Verflechtungsstreifens informiert werden. Die LED-Tafeln werden über die Verkehrsmanagementzentrale gesteuert und können bei Bedarf ohne Zeitverzögerung Hinweise anzeigen.
Eigentlich sollte die Spur bereits am Donnerstag und gestrigen Freitag freigegeben werden. Doch erwies es sich als zeitaufwändiger als erwartet, die derzeitige Gelbmarkierung auf der Fahrbahn zu entfernen.
Die überlange Verflechtungsspur auf dem umgebauten, ehemaligen Standstreifen soll das Ein- und Ausfädeln bei sehr hoher Verkehrsbelastung erleichtern und damit den Verkehrsfluss verbessern. Als vierte Fahrspur ist der in beiden Richtungen angelegte Streifen nicht vorgesehen. Um die Sicherheit zu erhöhen, sind in jeder Richtung drei Nothaltebuchten vorhanden.
Das klingt kompliziert, ist jedoch einfach: Nur die Verkehrsteilnehmer, die im Kreuz Ost von der A7 auf die A2 einfahren, dürfen die Spur nutzen und theoretisch die 3,5 km bis Lehrte durchfahren. Ebenso der Verkehr, der in Gegenrichtung in Lehrte auffährt, bis zur Auffahrt auf die A7 im Kreuz Hannover-Ost. Vorsicht: Auf der neuen Verflechtungsspur darf bei zähflüssigem Verkehr in mäßigem Tempo auch rechts überholt werden!
Verkehrsteilnehmer, die bereits vor dem Kreuz Ost oder Lehrte auf den Hauptfahrstreifen fahren, dürfen die Verflechtungsspur nicht nutzen. Vorsicht: Es gibt in diesem Bereich genügend Brücken, von denen aus die Autobahnpolizei dies kontrollieren kann!
Die endgültige technische Aufrüstung mit insgesamt 14 LED-Tafeln und der Ergänzung der Anzeigetafeln soll nun in den nächsten Monaten erfolgen. Die Aufträge für die Ergänzung der Telematik sind nach Behördenangaben erteilt; die Firmen erarbeiten zurzeit die Ausführungsunterlagen.
Bedingt durch die Arbeiten an der endgültigen telematischen Lösung wird es in den nächsten Monaten zeitweise zu Beeinträchtigungen im Verkehrsfluss auf der A 2 kommen. Die Landesbehörde bittet dafür um Verständnis.