„Vielfalt“-Ausstellung in Lehrte zeigt Bilder von Maya Walther und Herbert Kahmann

Maya Walther hat ein besonderes Faible für Seidenmalerei. (Foto: Horst-Dieter Brand)
Lehrte: Ev. Alters- und Pflegeheim |

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - VHS-Dozentin und pensionierter Lehrer zeigen Werke im Evangelischen Pflege- und Altersheim

LEHRTE (hdb).Die erste Ausstellung dieses Jahres führt im Rosemarie-Nieschlag-Haus zwei befreundete Künstler zusammen: Maya Walther und Herbert Kahmann sind eine gute Weile ihrer malerischen Wegstrecke gemeinsam gegangen. Mit Kahmann stellt im übrigen der bisher älteste Künstler im Altersheim an der Iltener Straße aus.
Das dürfte für eine lange Zeit auch gewiss so bleiben, denn der ehemalige Schulleiter der Grundschule Grasdorf ist immerhin 94 Jahre jung. Er hatte nach dem Tod seiner Frau das Malen eigentlich schon aufgegeben, dann aber - vor einem Jahr - doch wieder damit angefangen, weil er aus seiner künstlerischen Betätigung „Lebensmut und Kraft schöpft“. Nun sind 26 seiner jüngeren Werke, vorwiegend Motive mit Blumen und Landschaften, in den Fluren des Rosemarie-Nieschlag-Hauses bis zum 1. Juli ausgestellt.
„Ich male gern gegenständlich und in Aquarell“, fasst der in der Nähe von Magdeburg geborene ehemalige Maurerlehrling, Berufssoldat und Pädagoge sein Credo zusammen. Er verrät auch, dass er noch einem zweiten Hobby frönt: Er schreibt plattdeutsche Geschichten, für die sich sogar auch schon der Norddeutsche Rundfunk interessiert hat. Seine zeichnerischen Fähigkeiten hatte er aber bereits als kleiner Junge entdeckt und damals stets „Kunstmaler“ als Berufswunsch ausgegeben.
Mit Kahmann stellt Maya Walther 15 Bilder aus. Die beiden kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei der Künstlergruppe Laatzen, in der sie beide auch nacheinander das Amt eines Gruppensprechers ausübten. Die gebürtige Hallenserin hat nach einer Lehre als technische Zeichnerin die Kunstgewerbeschule und die Pädagogische Hochschule in Braunschweig besucht und arbeitet seit 27 Jahren als Dozentin bei der Volkshochschule Ostkreis Hannover. Auch Walther spürte früh den Drang zum Malen. Sie erinnert sich an den Spruch ihrer Mutter, der in ihrer Kindheit dem Vater immer wieder sagte: „Wenn Maya Stifte will, gib sie ihr“.
Die Kunstpädagogin stellt im Gegensatz zum zweijährigen Turnus in Sehnde erstmals im Lehrter Rosemarie-Nieschlag-Haus aus und zeigt stimmungsvolle Landschaften und Porträts ihrer eigenen Katzen. Sie bevorzugt neben Pastell-, Acryl und Aquarellfarben auch die Seidenmalerei.
Umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von einem achtköpfigen Flötenensemble der Musikschule Ostkreis Hannover unter Leitung von Gabriele Adolf. Passend zum kalendarischen Frühlingsanfang erklang auch das Volkslied „Es geht eine helle Flöte“, gefolgt von Barockkompositionen.