Verkehrsminister Jörg Bode: "Finanzierung des Mega-Hub in Lehrte ist gesichert"

Mit dem 100 Millionen teuren Mega-Hub (hier eine Planskizze) können die Container auf Güterzügen zukünftig sehr schnell ohne aufwändiges Rangieren der Güterwagen von einen auf den anderen Zug umgeschlagen werden. Die Anlage in Lehrte soll dann auch die Funktion des Güterbahnhofes Hannover-Linden übernehmen. (Foto: BG MegaHub Lehrte)

Baubeginn des 100 Millionen-Projektes rückt damit in greifbare Nähe

LEHRTE (r/kl). Nach einer Verständigung zwischen dem Bundesverkehrsministerium und dem Land Niedersachsen ist die gesamte Finanzierung der im Lehrter Güterverkehrszentrum geplanten Mega-Hub-Anlage Lehrte gesichert. Das teilte Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode am Montag in Hannover mit.
Bode: „Wie das Bundesverkehrsministerium uns in einem Schreiben bestätigt hat, kann kurzfristig eine Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und der Deutschen Bahn AG geschlossen werden."
Nach jahrzehntelanger Diskussion rücke laut Bode der Bau dieses Innovationsprojektes nun in greifbare Nähe: „Die Bemühungen des Landes, das Thema Mega-Hub Lehrte auf der Agenda zu halten, aber auch das konstruktive Mitwirken der Region Hannover und anderer Beteiligter bei der Aufstellung möglicher Finanzierungskonzepte haben hier zum Ziel geführt. Die nächsten Schritte sind nun die Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung. Mit dem Bau könnte dann noch in diesem Jahr begonnen werden."
Lehrte liegt im Kreuz der europäischen Hauptachsen in Nord-Süd- und in Ost-West-Richtung. Mit dem Mega-Hub können die Container auf Güterzügen zukünftig sehr schnell ohne aufwändiges Rangieren der Güterwagen von einen auf den anderen Zug umgeschlagen werden.
Minister Bode: „Im Vergleich zu herkömmlichen Umschlaganlagen für den Kombinierten Verkehr zeichnet sich der Mega-Hub durch einen zusätzlichen schnellen Umschlag Schiene-Schiene aus. Hierdurch ist eine effiziente Sortierung der Container auf den Zügen und somit eine für die Logistik wichtige kurze Transportdauer möglich. Diese Anlage erlaubt es, die Züge erst jenseits der Engpässe in den Häfen und jenseits der direkt anschließenden, überlasteten Eisenbahnstrecken zu sortieren."
Hafenhinterlandverkehre und weitere Güterverkehre würden dann effizienter gestaltet werden. Niedersachsen wird seine Position als innovatives Logistikland hierdurch weiter ausbauen.
Die Kosten für den Mega-Hub belaufen sich auf etwa 100 Millionen Euro. Neben der Bedeutung für den Logistikstandort Niedersachsen insgesamt erwartet der Minister außerdem zahlreiche Logistik nahe neue Arbeitsplätze, die in der Region Hannover entstehen.