TB: Bundesligist Chemnitz stürmt die „Wasserball-Arena“ Lehrte

Auf in den Kampf: Die Wasserball-Frauen des Lehrter SV rüsten für ihren ersten Auftritt im DSV-Pokal auf nationaler Wasserball-Bühne. (Foto: DSV/Juan Carlos Bafile)

„Den Zuschauern hat es gefallen“ - Sandte und Möller treffen

LEHRTE (r/kl). Es war ein aufregendes Wochenende für die Wasserballer des Lehrter SV: Die Bezirksliga-Frauen des Lehrter SV waren erstmals im DSV-Pokal vertreten, und die glatte 2:22 (2:6, 0:7, 0:4, 0:5)-Heimniederlage in der ersten Runde gegen den Bundesligisten SC Chemnitz konnten die erst seit drei Jahren um Punkte spielenden LSV-Nixen verschmerzen - die Partie war ein sportliche Erfahrung fürs Leben.
Doch nicht nur das Spiel alleine zog die Anwesenden in den Bann: Die Männer-Mannschaft des Klubs hatte zuvor die wasserballerprobte Anlage am Hohnhorstweg sogar für eine Partie unter Erstligabedingungen hergerichtet, die einer regelrechten Wasserball-Arena glich.
„So sah das Bad noch nie aus“, sagte Lehrtes Wasserball-Legende Joachim Haake, „da haben auch einige unserer Spielerinnen erstaunt geguckt.“ Die mehr als 100 Zuschauer bekamen zudem auch ein flottes Spiel geboten, bei dem sich die erstmals auf nationaler Bühne vertretenen LSV-Nixen trotz des Dauerdrucks der Chemnitzer Junioren-Nationalspielerinnen nicht versteckten: „Wir haben bestimmt 20mal auf das Tor geworfen“, sagte Trainer Wolfgang Philipps.
Bereits im ersten Abschnitt trafen auf Lehrter Seite Silke Sandte per Freiwurf zum 1:4 und Kirsten Möller in Überzahl zum 2:5, und es folgten im weiteren Spielverlauf noch vier Pfostentreffer sowie mehrere knapp verzogene Bälle. „Wir haben gut mitgespielt, aber Chemnitz ist mit den ganzen Auswahlspielerinnen eben doch eine andere Nummer“, zog Haake als sportliches Fazit.
Im Anschluss an die Partie loste zudem mit Laura Solin Grosse eine LSV-Wasserballerin die nächste Pokalrunde aus, wobei die Ansetzungen sofort an die Nachrichtenagenturen gingen. Die Lehrter Macher hoffen jetzt auf ein wenig Werbung die Sportart nach dem aufregenden Wochenende.
„Den Zuschauern hat es gefallen“, sagte Haake, „und jetzt wissen vielleicht auch einige Leute, dass wir nicht im Sprungbecken spielen." Telefonisch gab es später auch das Lob von Spielleiter Jens Witte (Buxtehude) in Richtung der LSV-Verantwortlichen: „Einmal im Jahr ein besonderes Spiel bringt die Sportart voran", bedankte sich der Verbandsoffizielle für die Ausrichtung der Partie wie auch die Durchführung der Auslosung.
Der Lehrter SV spielte mit Marte Funda-Bendrien im Tor sowie Sandra Beulke, Nadine Bluhm, Carina Mandel, Silke Sandte (1 Treffer), Michelle Haake, Stefanie Lange, Hannah Leszczensky, Laura Möller, Kirsten Möller, Andrea Mandel, Cassandra Röbber und Josephine Haake im Feld.