"Tauben-Klo" am Wahrzeichen der Stadt Lehrte

Von Taubenkot verdreckt sind die Gesimse am Kopf des Lehrter Wasserturms. (Foto: Stadtwerke Lehrte)

Stadtwerke haben das Problem bereits im Blick

LEHRTE (r/kl). Das „Tauben-Klo“ am Kopfbehälter des einstigen Lehrter Wasserturmes hat jetzt auch zu Beschwerden besorgter Bürger geführt. Es war aber dem Geschäftsführer Rainer Eberth von den Lehrter Stadtwerken, Eigner des Lehrter Wahrzeichens, schon seit geraumer Zeit beim Blick von unten aufgefallen.
"Bei der Sanierung des Wasserturmes im Jahr 2010/11 haben wir auf den Gesimsen unterhalb der weißen Ausfachungen Zinkblech als Tropf- und Witterungsschutz aufbringen lassen.
Dem Zinkblech tut der Taubenkot nach meiner Erfahrung nicht viel. Auch dem Klinkermauerwerk dürfte der Taubenkot nicht allzu viel schaden, solange dieses in der Vertikalen überwiegend trocken bleibt bzw. nach einem Regen auch schnell wieder abtrocknet.
Was das Klinkermauerwerk gar nicht verträgt ist, wenn dauerhaft Nässe in Fugen oder Haarrisse der Steine eindringt und diese Frost kriegen. Dann wird die Fuge oder der Stein durch die Sprengwirkung des Eises recht schnell sichtbar zerstört (Abbröckeln von Fugenmörtel und Abscherben von Klinkermaterial).
Aus diesem Grund haben wir das gesamte Mauerwerk des Turmes bei der letzten Sanierung mit einer Silicon-Imprägnierung hydrophobieren lassen. Diese Hydrophobierung hält aber nur 10 bis 15 Jahre und muss dann erneuert werden. Ab 2021 werden wir eine erneute Hydrophobierung mal wieder ins Auge fassen. Die ist aber auch nicht ganz billig!
Erstmal wollte ich die Tauben nicht verscheuchen. Wir werden die Entwicklung aber im Auge behalten und notfalls auch Vergrämungsmaßnahmen wie zum Beispiel den vorgeschlagenen Taubendraht einsetzen," bedankt sich der Stadtwerke-Geschäftsführer bei einem Beschwerdeführer "für Ihren achtsamen Blick und das Drohnen-Foto per E-Mail".