"Tatort Stadion 2" in Lehrte ist ein Aufruf gegen Diskriminierung

Sportvereine zu unterwandern, um mit diskriminierender Ausgrenzung Integration zu verhindern - diese Strategie gewaltbereiter rechter Gruppierungen will die Wanderausstellung "Tatort 2" (hier bei ihrer Lehrter Vorpremiere im SV 06-Heim) vereiteln helfen. "Tatort Stadion 1" wurde bereits in 200 Städten gezeigt. (Foto: Walter Klinger)

BAFF-Ausstellung macht vier Tage im Lehrter Forum Station

LEHRTE (kl). Es geht darum, die Werte des Sports wie Fairness, Toleranz und Gleichwertigkeit der Spieler in den Mannschaften, ohne Ansehen von Herkunft und Hautfarbe, zu schützen - aber zugleich auch die Gesellschaft vor rechter Unterwanderung und Übergriffen nicht nur in den großen, sondern ebenfalls in den kleinen Stadien.
Dies machten, in Gegenwart des Fußball-Kreisvorsitzenden Fritz Redeker und des NFV-Kreis-Integrationsbeauftragten Rolf Schmidtmann, Bürgermeister Klaus Sidortschuk und der Lehrter DGB-Vorsitzende Reinhard Nold bei der Vorpremiere der Ausstellung „Tatort Stadion“ im SV 06-Heim deutlich.
Die Ausstellung, die sich schon gegen alltägliche Diskriminierung wendet, ist nun von Montag, 14. Mai, bis Donnerstag, 17. Mai (Himmelfahrt) im Kurt-Hirschfeld-Forum, Burgdorfer Straße 16, zu sehen.
Die vom "Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF)" erarbeitete und vom DGB-Ortskartell nach Lehrte geholte Ausstellung schaut nicht weg, sondern thematisiert das Problem Diskriminierung. Und sie gibt Antworten darauf, was man tun kann, wenn man sich zum Handeln entschlossen hat.
"Tatort Stadion 2" will zur Auseinandersetzung anregen, will Mut machen hinzuschauen und gegen Diskriminierung und Rassismus das Wort ergreifen: im Spiel, im Team und am Spielfeldrand.
Die Vorpremiere in Lehrte hätte einen besseren Ort als das SV 06-Heim finden können, würdigte Bürgermeister Klaus Sidortschuk die landesweit anerkannte Integrationsarbeit dieses Fußballvereins. Dessen Vorsitzender Ulf Meldau auch zum Thema Rechtsradikalismus an die Integrationskraft des Sports glaubt: „Kein Jugendtrainer, der selbst trainiert, käme auf solche Gedanken".
Zur Aufkärung über die durch Hass motivierte Gewalt und den Versuch rechter Gruppen, über den Sport Macht und Ansehen zu gewinnen, will die Ausstellung von Montag bis Donnerstag im Kurt-Hirschfeld-Forum ihren Beitrag in der Öffentlichkeit leisten.