SV Adler feiert sein Jubiläum mit viel Sport, Spiel und Spaß

In der Fülle der Aktionen zum stolzen Adler-Jubiläum war auch diese ein Volltreffer: 130 Grundschüler vergnügten sich am Donnerstag auf dem Sportgelände am Riedweg beim „Spiel ohne Grenzen“ und an der Torwand. (Foto: Horst-Dieter Brand)
 
Der 2. Vorsitzende Albert Wersel (von links) eröffnete die Ausstellung und erläutert Waltraud Busse und Dagmar Mühlbauer die Gründerzeit. (Foto: Horst-Dieter Brand)
Lehrte: Festplatz Hämelerwald |

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Ausstellung informiert ausführlich über 125-jährige Vereingeschichte

LEHRTE/HÄMELERWALD (hdb). Nachmittags zunächst kalorienreiche Sahnetorten, abends dann schweißtreibende Hüftschwünge: Mit einem attraktiven Kontrastprogramm hat der SV Adler Hämelerwald aus Anlass der 125-jährigen Vereinsgründung vor 125 Jahren eröffnet.
Das vielfältige Unterhaltungsprogramm bietet neben vielen Aktivitäten der einzelnen Sportabteilungen mit der großen "Adler Show" am Samstag ab 17.00 Uhr, dem Frühschoppen zur Musik des Rainbow-Orchesters ab 10.00 Uhr am Sonntag, gefolgt von sportlichen Mitmachaktionen für Jung und Alt (ab 11.00 Uhr) und dem geselligen Abschluss „SV Adler in Flammen“ (am Sonntag ab 21.00 Uhr) noch mehrere Programmhöhepunkte.
Erstmals „brechend voll“, wie sich der stellvertretende Vorsitzende Albert Wersel freute, war das Festzelt am Riedweg bei der Jubiläumsfeier der Gymnastik-Sparte. Ihre Gründung vor 45 Jahren war den Mitgliedern ein reich gedecktes Kuchenbuffet mit selbst gebackenen Leckereien und eine eigens erdachte, nostalgische „Modenschau“ wert. Wersel, der die Vereinsgeschicke nach Mathias Raabes Rückzug aus dem Amt des Vorsitzenden derzeit führt, übernahm im Anschluss auch gleich die Eröffnung der fünf Festtage.
Wersel nahm am Mittwoch zum Auftakt des 125-jährigen Vereinsbestehens vor mehr als 60 Gästen die Gelegenheit wahr, sich bei all jenen zu bedanken, die ehrenamtlich und mit viel Engagement das Vereinsjubiläum konzipiert und sich als ehrenamtliche Helfer zur Verfügung gestellt haben. Danach gab der stellvertretende Vorsitzende offiziell die Fotoausstellung zur Vereinsgreschichte im „Adlerhorst“ frei.
Um diese verdient gemacht haben sich insbesondere Heinz Behra und Hans-Hermann Borchfeldt. Mit mehr als 400 Bildern wird die Vereinsgeschichte von der Gründung im Jahr 1888 bis zur Gegenwart mit zehn Sparten und knapp 900 Mitgliedern nachgezeichnet.
Durchhalten war angesagt, denn abends traf sich die Adler-Familie schon wieder, um „Showdance zum Staunen“ zu genießen. Zu Gast waren hannoversche Hochschul-Sportler, die mit typischem Rock`n Roll und der dazu passenden Musik die Zuschauer schnell in Stimmung brachten. Viel Beifall ernteten auch die aus Edemissen angereisten „Funny Feet“ mit ihrem Line-Dance. Zum Ausklang übernahm DJ Frank die Regie.
Am zweiten Festtag hatte der Klub alle Hämelerwalder Grundschüler zu einem „Spiel ohne Grenzen“ eingeladen. „Adler sucht die Superklasse“ lautete das Motto bei insgesamt fünf zu bewältigenden Aufgaben wie Bonbon-Transport, einem Wasser- und einem Fesselspiel, beim Trikot-Tausch oder beim Eisschollen-Spiel. Natürlich stand bei allem Wettkampfeifer der olympische Gedanke im Vordergrund. So viel Begeisterung wie bei den Grundschülern vermochte der Sportklub bei den anderen örtlichen Vereinen allerdings nicht zu wecken - das für gestern eingeplante Jux-Turnier musste mangels Teilnehmern abgesagt werden.
Am Donnerstagabend rückte die Sporthalle in den Blickpunkt: Schaukämpfe und Spiele lieferten sich die Sparten Badminton, Volleyball und Tischtennis. Im Mittelpunkt des eher bescheidenen Zuschauerinteresses lag der Vergleich zwischen zwei Tischtennis-Cracks, die ihre bis in die höchsten Ligen geführten Karrieren beim SV Adler starteten. Am Tisch standen sich in zwei Sätzen der 49-jährige Detlef Schubert und der 33-jährige Daniel Argut gegenüber. Beide lernten schon im Schüleralter die Beherrschung von Ball und Schläger - obwohl sie sich in ihrem Stammverein nie begegnet sind, wie der ehemalige Spartenleiter Ernst Miglitsch berichtete.
Schubert, der es während seiner aktiven Laufbahn immerhin bis in die 2. Bundesliga bei zwei hannoverschen Vereinen schaffte und rund 15 Jahre auf höchstem Leistungsniveau spielte, unterlag dem wesentlich jüngeren – und noch immer in der Landesliga aktiven – Argut „relativ deutlich“, wie Miglitsch dessen 2:0-Sieg bewertete.