SuedLink: Erdverkabelung erhält Vorrang vor Freileitung

Als einen Erfolg des gemeinsam mit den Bürgerinitiativen erzeugten Drucks wertet der SPD-Abgeordnete Dr. Matthhias Miersch die Beschlüsse des Energiegipfels zur SuedLink-Großstromtrasse. (Foto: SPD)

SPD und CDU einig: "Wichtiges Zeichen an die betroffenen Regionen und Bevölkerung"

LEHRTE/SEHNDE/REGION (r/kl). Die SPD-Bundestagsabgeordneten Caren Marks und Matthias Miersch fühlen sich nach dem Koalitionsgipfel „für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende“ am Mittwoch in ihrer Position bestätigt.
„Ich freue mich sehr darüber, dass sich die Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD am gestrigen Abend darauf verständigt haben, dass die Erdverkabelung bei neuen Gleichstromtrassen zukünftig Vorrang vor der Freileitung erhalten wird“, so Caren Marks in einem ersten Statement.
Die SPD-Landesgruppe Niedersachen/Bremen hatte sich bereits im Mai klar zum Thema SuedLink und zur Erdverkabelung positioniert: „So haben wir als niedersächsische SPD-Abgeordnete nicht nur gefordert, verstärkt Erdkabel zu verlegen, sondern haben uns auf allen politischen Ebenen dafür eingesetzt, dass der Erdverkabelung Vorrang vor der Freileitung eingeräumt wird.
Dieser Forderung sind nun auch die Parteivorsitzenden der Koalitionsfraktionen gefolgt. Mit den Bürgerinitiativen haben wir den notwendigen Druck erzeugt, der nun im Herbst hoffentlich zu einem guten Gesetz führt“, so Matthias Miersch.
„Die von TenneT in den vergangenen Tagen geäußerte Kritik am Erdkabelkonzept für Stromtrassen weisen wir erneut deutlich zurück. Zeitverzögerungen entstehen - wenn überhaupt - durch die ursprünglich unprofessionelle Herangehensweise von TenneT.
TenneT hat bislang immer die Offenheit der Planungen betont, so dass planerisch die neue gesetzliche Vorgabe integrierbar sein sollte. Die Erdverkabelung führt zu deutlich mehr Akzeptanz und wird zu einem schnelleren Ausbau beitragen“, so Miersch und Marks abschließend.