Stürmischer Start für die Konfis aus Lehrte-Ost mit Gott auf Kurs"

Einige wollten ja gar nict auf das einzige Mädchenschiff der kleinen Segelflotte - aber dann war es hier an Bord doch richtig cool . . . (Foto: Ev. Kirchen Lehrte-Ost)
 
Ein Netz geknüpft, das jede/n hält . . . (Foto: Ev. Kirchen Lehrte-Ost)

Gute Gemeinschaft bei Konfirmandenfahrt auf dem Ijsselmeer

LEHRTE-OST (r/kl). Traditionell starteten in den Sommerferien die Konfirmand/innen aus den evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Arpke, Immensen und Sievershausen dieses Mal mit drei Segelschiffen ihre gemeinsame Segeltour auf dem hollänischen Ijsselmeer.
Unter der Leitung der Diakoninnen Tamara Meyer-Goedereis (Sievershausen) und Kristin Gebauer (Lehrte) begann die Tour wettermäßig sehr stürmisch. Am ersten Tag steuerten die Schiffe bereits früh den sicheren Hafen von Enkhuizen an. Dort erlebten die 56 Konfirmanden und 16 Betreuer einen Sturm mit heftigen Windböen und viel Regen.
Am nächsten Tag konnte aber bereits gesegelt werden. Es blieb jedoch während der gesamten Woche immer recht windig. Die Jugendlichen mussten daher beim Segeln immer kräftig mit anpacken. Morgens setzte man gemeinsam die Segel. Zwischendurch erfolgten immer wieder kleine Wendemanöver, insbesondere beim Kreuzen gegen den Wind. Kurz vor der Einfahrt in die Häfen holte die Mannschaft die Segel wieder ein und verpackte sie ordentlich.
Der tägliche Konfirmandenunterricht erfolgte je nach Wetterlage während der Fahrt oder am späten Nachmittag im Hafen. Die im Konfirmandenunterricht angesprochenen Themen Mannschaft, Leuchttürme, Wind, Wellen, Steuermann und Hafen hatten immer einen christlichen und auch praktischen Bezug zum Segeln.
Der Küchendienst sorgte mit Kochen und Abwasch für Essen und saubere Küche. Beim Schneiden der Zwiebeln floss auch mal eine Träne. Der Ordnungsdienst verhinderte mit dem täglichen Aufräumen und Kloputzen ein Chaos. Besonders beliebt war der Dokumentationsdienst. Dieses Team schrieb jeweils ein Tagebucheintrag und bereitete die Abendandacht vor. Hierzu wurden Lieder, Texte und Gebete herausgesucht und geschrieben. Die Andacht bildete immer den Schlusspunkt der täglichen Segeltour.
Die Skipper steuerten die Schiffe zielsicher in die Häfen. An einem Abend der Begegnung zur Hälfte der Fahrt, luden die einzelnen Schiffe sich gegenseitig ein. So lernten die Jugendlichen auch einmal bei Spaß und Spiel die anderen Schiffe kennen.
Am letzten Abend feierten alle gemeinsam einen von den Jugendlichen gestalteten Gottesdienst auf den nebeneinanderliegenden Schiffen. Anschließend klang im Hafen von Makkum bei Gesang, Gesprächen und Getobe der Abend aus.
Nach einem Segeltörn im Sonnenschein am letzten Tag ging es dann mit der vorherigen üblichen Hektik beim Aufräumen wieder mit dem Bus zurück in die Heimat.
Zu Hause berichtete eine Konfirmandin: „Eigentlich wollte ich ja nicht auf das Mädchenschiff, aber das war so cool!“ Trotz der vielen Aufgaben haben die Konfirmand/innen die Fahrt genossen und sind hier zu einer Mannschaft geworden. Es wurden viele neue Freundschaften zwischen den Ortschaften geschlossen.
Vor einigen Jahren noch selbst als Konfirmand/in unterwegs, waren dieses Jahr viele Jungteamer das erste Mal betreuend dabei. Wo immer es möglich war, wurden sie von den „Älteren“ gecoacht. Sie lernten auf der Fahrt sehr viel hinzu, wie aus ihrem Kreis berichtetet wurde: „Wir sind auf den Schiffen zu einen Team geworden und hatten dabei auch viel Spaß“. „Die Konfirmanden waren total offen, aufmerksam, meistens ruhig und einfach total nett miteinander. Außerdem waren sie immer zur Stelle, wenn man sie brauchte, zum Beispiel beim Segeln. Wir gehen nun in wenigen Wochen gestärkt in unser Auslandsjahr“.
„Es war eine sehr gelungene und harmonische Fahrt. Mit unseren Teams konnten wir den Jugendlichen einen praktischen Weg zur christlichen Gemeinschaft aufzeigen. Bei mir in der Kombüse gab es zum Teil sehr intensive Gespräche über Gott und die Welt. Mit den Teams auf den Schiffen waren wir leuchtende Vorbilder unserer Kirche“, bilanzierte die begleitende Teamerin Gudrun Lembke, Kirchenvorsteherin aus Immensen, die diesjährige Segeltour.