Strom-Großtrasse: TenneT sagt Bürgermeistern Dialogbeteiligung zu

Schnell hat das Thema der Führung der Energiewende-Strom-Großtrasse durch ihre Kommunen hat die Bürgermeister und Ortsbürgermeister der betroffenen Kommunen in der Region Hannover elektrisiert. Die Bundestagsabgeordnete Caren Marks (roter Blazer, rechts) und ihr Kollege Dr. Matthias Miersch brachten am Mittwoch 29 von ihnen in Laatzen mit den Netzbetreibern und Trassenplanern zusammen. (Foto: WK Büro MdB Dr. Miersch)

Suche nach bester Führung der Energiewende-"Stromstraße" beginnt

LEHRTE/SEHNDE/REGION (r/kl). Die Stromtrasse SuedLink, deren geplanten Verlauf über 800 Kilometer mit 70 Meter hohen Masten auf einem jeweils ein Kilometer langen Korridor von den Windkraftparks an der See nach Bayern (über Ahlten und Höver nach Müllingen/Wirringen) unlängst Netzbetreiber TenneT der Öffentlichkeit vorgestellt hat, sorgt für große Diskussionen in den betroffenen Städten, Gemeinden und Ortsteilen.
Das wurde bei einer Informationsveranstaltung im Laatzener Rathaus deutlich, zu der die SPD-Bundestagsabgeordneten Caren Marks und Dr. Matthias Miersch die Bürgermeister und Ortsbürgermeister ihrer Wahlkreise eingeladen hatten.
Laatzens Bürgermeister Thomas Prinz konnte aus jeder der betroffenen Kommunen Vertreterinnen und Vertreter begrüßen.
Unter den 29 Teilnehmern waren auch der Lehrter Bürgermeister Klaus Sidortschuk (SPD), der Sehnder Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (CDU) und Ahltens Ortsbürgermeister Jürgen Kelich (CDU). Auch Planerin Dr.-Ing. Solveigh Janssen von der Region Hannover und die Landtagsabgeordneten Dr. Silke Lesemann und Marco Brunotte hatten Informationsbedarf.
Trotz der Einsicht in die Notwendigkeit dieser Stromleitung für die Energiewende kamen von Politik und Verwaltung der Städte und Gemeinden Burgwedel, Isernhagen, Laatzen, Pattensen, Lehrte, Sehnde und der Wedemark viele zum Teil kritische Fragen zum konkreten Verfahren und zum Verlauf der Trasse.
TenneT hatte gleich drei Mitarbeiter zu der Veranstaltung geschickt. Gesamtprojektleiter Dr. Christoph Thiel betonte, dass das Verfahren gerade erst beginne und dass die Trasse noch nicht festgeschrieben sei. Man setze auf den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, versicherten auch Paul-Georg Garmer und TenneT-Bürgerreferent Thomas Wagner. Neben der von TenneT vorgeschlagenen Planung würden auch Alternativen geprüft und diskutiert. Der Netzbetreiber bot den Kommunen auch Infoveranstaltungen vor Ort an.
Für Caren Marks, die die Veranstaltung moderierte, ist klar: „Die Voraussetzung für eine Akzeptanz kann nur die völlige Transparenz des Verfahrens und die frühe Beteiligung der Betroffenen sein.“ Beides forderte sie auch im Namen ihres Kollegen Matthias Miersch, der wegen kurzfristiger Termine in Berlin nicht nach Laatzen kommen konnte. Sie sagte zu, dass sie und Miersch das Thema intensiv weiter verfolgen und am Dialog mitwirken werden.
Klar ist bereits, dass die Region Hannover darauf hin wirken will, dass in der Nähe von bebauten Gebieten eine unterirdische Trassenführung erfolgt.