Sternsinger sammeln Rekordspenden für Serpaf-Projekt in Brasiliens Favelas

Annähernd 50 Kinder und Jugendliche machen sich nach einer kurzen Einweisung und Andacht in der Hämelerwalder Kirche als Sterndinger auf den Weg. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Ökumenische Aktion in Hämelerwald und Sievershausen wieder erfolgreich

HÄMELERWALD/SIEVERSHAUSEN (hdb). Mehr als 40 Kinder und Jugendliche haben sich förmlich die Hacken abgelaufen – für einen guten Zweck: Als Sternsinger sammelten sie als Heilige Drei Könige Spenden in annähernd 160 Häusern. Die ökumenische Aktion erzielte einen neuen Rekord.
Gemeinsam von den beiden evangelischen und katholischen Kirchengemeinden wird das Sternsingen seit 1992 organisiert. Gruppenweise werden in den beiden Nachbarorten bis zu 1260 Haushalte besucht. Die als Heilige Drei Könige kostümierten Kinder und Jugendlichen, ergänzt um einen Sternsinger und begleitet von einer erwachsenen Aufsichtsperson, hinterlassen nach vorgetragenen Gedichten und gesungenen Liedern nicht nur durch Kreidezeichen oder Aufkleber die Abkürzung des Segensspruches „Christus mansionem benedicat“ mit der aktuellen Jahreszahl.
Sie bitten auch um finanzielle Unterstützung für das ökumenische Projekt Serpaf, durch das die „Favelas“- wie die Armensiedlungen am Rande großer Städte genannt werden - in Brasilien unterstützt werden. Und diesmal flossen 2800 Euro in die Spendendose – ein neuer Rekord, wie Hämelerwalds Pastorin Iris Habersack nach dem abendlichen Kassensturz stolz verkünden konnte. Sie hatte tags zuvor noch um den Erfolg der Aktion gebangt, weil der sonst für Sievershausen zuständige Dieter Wiener kurzfristig erkrankt war. Die personelle Lücke schloss dann spontan und erstmals Monika Koscha.
Auch Nils Cornelius als Caspar, Marcel Zeemann als Melchior, Kevin Pössel als Balthasar und Sternträgerin Cor Vogt hatten sich zum ersten Mal zur Teilnahme entschlossen, auch deshalb, weil „mich die Pastorin angerufen und gesagt hat, es fehlten noch welche“, bekannte der 14-jährige Marcel. Er fand es dann aber nach anfänglichem Zögern ganz in Ordnung und zeigte sich beim Gang durch die Straßen Sievershausens motiviert, „weil doch Kindern geholfen wird“.
Beim Ehepaar Hedwig und Hubert Berk in der Berliner Straße, treue Spender seit der allerersten Aktion 1992, fiel sogar nach dem Text- und Liedvortrag neben dem Obolus für die Spendendose auch noch etwas Süßes für die Konfirmandengruppe ab.