Stephans „Seltene Erden“ in der Galerie Lehrte zeigen auch „die Schönheit des Hässlichen“

Siegfried Stephan (rechts) und Kunstkritiker Michael Stoeber vor einer Farbfotografie des Hamburger Künstlers. (Foto: Horst-Dieter Brand)
Lehrte: Städtische Galerie |

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Ausstellungseröffnung mit Fotografien des Hamburger Künstlers

LEHRTE (hdb). Die Formate und Motive sind ungewöhnlich: In der Städtischen Galerie sind ein Dutzend Arbeiten des Fotografen Siegfried Stephan zu besichtigen. Zur Vernissage begrüßte Bürgermeister Klaus Sidortschuk etwa 50 Gäste und den Kunstkritiker Michael Stoeber. Er lieferte eine anschauliche und temperamentvolle Interpretation der Werke.
25 Jahre Städtische Galerie in Lehrte – mit diesem Jubiläums-Hinweis eröffnete Sidortschuk seine Begrüßungsworte. Er zog auch gleich Parallelen zu den Fotografien des Hamburger Künstlers und dem historischen Backsteingebäude der „Alten Schlosserei“. Die Interpretation erstmals öffentlich ausgestellten Arbeiten von Siegfried Stephan überließ der Bürgermeister dann aber dem hannoverschen Kunstkritiker Michael Stoeber.
„Wir fotografieren ja alle“, leitete dieser seine Rede ein, um dann anschließend zu fragen: „Was macht den Kunststatus der Fotografie aus?“ Die Antwort gab Stoeber mit dem Vergleich zwischen „Knipsern“ und „Künstlern“, der den Fotoapparat überliste anstatt nut „Anhängsel des Apparates“ zu sein. Stoeber bescheinigte den Digital-Aufnahmen aus dem Hamburger Hafen eine „subjektive, emotionale Entscheidung zur Farbe“ mit Motiven, die eine „Schönheit des Hässlichen“ ausstrahlten
Die 31. Ausstellung in der Städtischen Galerie ist bis zum 7. April zu sehen. Das Kulturamt öffnet die Alte Schlosserei jeweils Dienstag bis Sonntag von 14.00 bis 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.