Startschuss für Umschlagterminal der Superlative in Lehrte ist gefallen

DB-Konzernbevollmächtigter Ulrich Bishoping (am Rednerpult), Verkehrsstaatssekretär und Wirtschaftsminister gaben jetzt in Gegenwart des Lehrter Bürgermeisters Klaus Sidortschuk (re.) den symbolischen Startschuss für das MegaHub-Projekt in Lehrte. (Foto: Walter Klinger)
 
Will die anwohnrerfreundliche Verkehrssituation im Blick behalten: Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Maria Flachsbarth (2.v.re.), hier mit (v.l.) dem Niedersächsischen Wirtschaftsminister Jörg Bode, dem Konzernbevollmächtigten der Bahn für die Region Nord und Länder Niedersachsen und Bremen, Ulrich Bischoping, und dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Enak Ferlemann (re.), am Dienstag in Lehrte. (Foto: Büro Dr. Flachsbarth)

Das 100 Millionen teure Großprojekt soll 2015 in Probebetrieb gehen

LEHRTE (r/kl). Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Jörg Bode, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehrs des Landes Niedersachsen, und Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für die Länder Niedersachsen und Bremen, gaben jetzt bei einer Informationsveranstaltung für Kommunalpolitiker und Journalisten in Lehrte zugleich den Startschuss für das Bauprojekt "MegaHub", den innovativen Schiene-Schiene-Umschlagterminal im GVZ Lehrte.
Insgesamt rund 100 Millionen Euro investieren die Vertragspartner in den nächsten Jahren in die Erweiterung der Gleisanlagen, drei neue Umschlagkräne sowie moderne Technik.
„Wir freuen uns, dass die Finanzierung des MegaHub Lehrte gesichert ist und das Projekt nun umgesetzt werden kann. Die Investitionen von Bund und Bahn sind gut angelegt, da moderne Terminals die Voraussetzung für einen effizienten Umschlag von Gütern sind und so den umweltfreundlichen Schienengüterverkehrt nachhaltig stärken“, so Ulrich Bischoping. „Mit jährlich 130.000 Ladeeinheiten schaffen wir ausreichend Kapazitäten für die Zukunft und stärken damit gleichzeitig auch den Wirtschaftsstandort Niedersachsen.“
Lehrte biete mit seiner zentralen Lage eine direkte Schienenanbindung an das gesamte Netz in alle Richtungen, so beispielsweise über Celle Richtung Norden, über Wolfsburg sowie Braunschweig Richtung Osten, über Hildesheim Richtung Süden und über Hannover weiter Richtung Westen. Gleichzeitig bestehe eine direkte Straßenanbindung an die Bundesautobahnen A2 und A7 und damit an das überregionale Straßennetz.
Der MegaHub Lehrte entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zum bereits bestehenden Güterverkehrszentrum Lehrte. Schwerpunkte des Projektes sind der Bau von sechs Umschlaggleisen mit jeweils rund 700 Meter Länge, die Errichtung von drei Portalkränen sowie die Erweiterung der Leit- und Sicherungstechnik. Darüber hinaus entsteht eine innovative Sortieranlage. Ende 2015 soll der Probebetrieb aufgenommen werden und bis Ende 2016 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein.
Wie Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk und Ahltens Ortsbürgermeister Jürgen Kelich sieht auch die hiesige Bundestagsabgeordnete Dr. Maria Flachsbarth (CDU), die sich beharrlich für das Projekt eingesetzt und mit ihrem Landtagskollegen Dr. Hans-Joachim Denke-Jöhrens bei dessen Präsentation in Lehrte vor Ort war, den anwohnerverträglichen Verkehr als bleibende Aufgabe.
„Ich bin sehr froh, dass das Projekt nach über 20-jähriger Planungszeit und großer Unterstützung durch die Stadt Lehrte nun realisiert werden kann. Bei der zu erwartenden Verdoppelung des Güterverkehrs bis 2025 ist es unerlässlich, Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen.“ so die Abgeordnete.
Zugleich müsse aber auch die Anwohnerverträglichkeit des zu erwartenden Verkehrs
genau im Auge behalten werden. „Mit einer Lenkung des Lastwagenverkehrs über die Autobahn durch Beschilderungen sowie der ausschließlich tagsüber erfolgenden Anfahrten der Lkw‘s wären erste Schritte getan.“ konstatiert Flachsbarth, die zudem auf die wenig lärmträchtige nächtliche Schiene-Schiene-Verladung der Container innerhalb des neuen Güterbahnhofs verweist.
„Dass die Menschen in Lehrte
und insbesondere Ahlten durch den Anlieferverkehr dennoch nicht zu stark belastet werden, werde ich als bleibende Aufgabe im Blick behalten und mich dafür natürlich auch einsetzen,“ versicherte Flachsbarth.
Bürgermeister Klaus Sidortschuk hatte zuvor Wirtschaftsminister Jörg Bode, der keinen zusätzlichen Lkw-Verkehr befürchtet, mit auf den Weg gegeben: "Das wäre wunderbar, aber mit Verlaub, auch einzigartig".
BILDUNTERSCHRIFT:
Will die anwohnrerfreundliche Verkehrssituation im Blick behalten: Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Maria Flachsbarth (2.v.re.), hier mit (v.l.) dem Niedersächsischen Wirtschaftsminister Jörg Bode, dem Konzernbevollmächtigten der Bahn für die Region Nord und Länder Niedersachsen und Bremen, Ulrich Bischoping, un dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Enak Ferlemann (re.) am Dienstag in Lehrte. Foto: Büro Dr. Flachsbarth