Städtische Galerie zeigt auch Scherenschnitte vom Wald

Vera Burmester zeigt erstmals in Lehrte ihre Arbeiten unterschiedlichster Richtungen. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Veras Burmesters Werkschau ist bis Mitte November zu besichtigen

LEHRTE (hdb). „Neulich im Wald“ nennt Vera Burmester ihre Arbeiten, die bis Mitte November in der Städtischen Galerie zu sehen sind: Scherenschnitte, Radierungen und Installationen verbergen sich hinter dem leicht geheimnisvollen Titel der neuesten Ausstellung. Zu der hielt – nach einer Begrüßung der Vernissage-Gäste durch Bürgermeister Klaus Sidortschuk - der Autor Bodo Dringenberg eine ausführliche Einführung.
Optische geprägt ist Burmesters Werkschau von der Installation am Fußboden mit dem Titel „Alle meine Tiere“. Die an zahlreichen Schnüren befestigten Exponate erinnern ein wenig an die eigene Kindheit, in der man wacklige Enten und anderes Getier hinter sich herzog. Auch ein Lesehäuschen für ruhige Stunden und ein Kiosk mit allerlei Klimbim fallen wegen ihrer ungewöhnlichen Machart ins Auge des Betrachters.
An den Wänden dann zeigt die Ausstellung eine “Ahnengalerie“ und Begegnungen wie Hase und Fuchs (die sich nicht unbedingt Gute Nacht sagen), „Allerley Gewechs“ als Scherenschnitte sowie Radierungen mit Collagen wie „Always and and ever“ oder „Other stories“.
Die 39-jährige Künstlerin ist in der Lüneburger Heide geboren und lebt und arbeitet in Hannover. Seit 2011 ist sie Lehrbeauftragte im Fachbereich Design und Medien an der dortigen Fachhochschule. „Ich nutze viele Materialien, Holz, Papier, Stoff, Porzellan. Meine Arbeit besteht aus verschiedenen künstlerischen Bildformen, Collage, Objekt, Installation, Zeich-nung Scherenschnitt, Buch, sagt die Künstlerin selbst über ihre Werke.
Diese sind bis zum 13. November jeweils dienstags bis freitags und sonntags von 14.00 bis 18.00 Uhr in der Städtischen Galerie auf dem ehemaligen Zuckerfabrikgelände (alte Schlosserei) zu sehen. Der Eintritt ist frei.