Stadtbrandmeister in Lehrte zieht Bilanz für 2015

Schlagen mit hohen Kosten und ebenfalls überaus starkem Personaleinsatz zu Buche: Die drei großen Feuerwehreinsätze im Jahre 2015 bei verunfallten Gefahrguttransportern. (Foto: Feuerwehr Lehrte)

Hohe Kosten für ABC-Abwehr gerechter verteilen

LEHRTE (kl). Drei große ABC-Einsätze auf der A 2 waren 2015 durch die Feuerwehr zu bewältigen. Jedesmal waren über 100 Feuerwehrmitglieder mehr als acht Stunden eingesetzt. Die Kosten für die Ersatzbeschaffung von bei diesen Einsätzen unbrauchbar gewordener Ausrüstung belaufen sich auf mehrere zehntausend Euro.
Lehrtes Stadtbrandmeister Jörg Posenauer begrüßt in diesem Zusammenhang in seijer Jahresbilanz 2015, dass eine Arbeitsgruppe der Region Hannover unter Beteiligung der Feuerwehr Ausstattungsstandards definieren will. Gleichzeitig fordert er erneut eine gerechte Verteilung der Kosten für die ABC-Abwehr in der Region Hannover.
Für das Engagement der Stadt Lehrte fällt die Bilanz positiver aus: Das Projekt Feuerwache ist gestartet und eine Projektgruppe bereitet eine europaweite Ausschreibung vor.
Die Feuerwehren der Stadt Lehrte waren im Jahr 2015 bei insgesamt 679 Einsätzen gefordert. Die Einsatzzahlen stiegen um fast 24 Prozent von 548 auf 678. Neben (wie im Vorjahr) wieder drei Groß-, 10 (6) Mittel- und 77 (88) Kleinbrände wurden die Feuerwehren zu 213 (152) nachbarlichen Hilfen alarmiert. Die Zahl der technischen Hilfeleistungen stieg um 41 Prozent von 213 auf 300 Einsätze.
Ein Wohnungsbrand in Hämelerwald, bei dem der Bewohner leider verstorben ist, ein Brand in der Manskestraße und ein Feuer in einem Wohnhaus in Röddensen waren weitere Einsätze, die zu bewältigen waren. Die Unterstützung bei der Ankunft der Flüchtlingszüge in Lehrte und der Aufbau von Mobiliar in einer Flüchtlingsunterkunft für etwa 40 Personen waren ungewohnte Einsatzlagen für die Feuerwehr und neue Erfahrungen für die Feuerwehrmitglieder.
Konstant blieb die Zahl der Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. 141 Jugendliche sind in der Jugendfeuerwehr aktiv. Der Anteil der weiblichen Mitglieder beträgt mittlerweile 33 Prozent. Die Kinderfeuerwehren konnten Ihre Mitgliederzahlen um 14 Prozent auf 156 steigern.