St. Bernward-Kinder Lehrte machten sich bereits auf den Weg zu Ostern

Die Kindergartenkinder am Ziel ihres kleinen Kreuzweges vor dem Altar der St. Bernwardkirche Lehrte. (Foto: St. Bernward/Ingrid Höpfner)
Lehrte: Kath. St. Bernward-Kirche Lehrte |

Das Kreuz mittragen ja - aber die Dornenkrone war doch zu riskant

LEHRTE (r/kl). Auch in diesem Jahr haben sich die Kinder des katholischen St. Bernward-Kindergartens wieder auf ganz besondere Weise auf den Weg gemacht, um des Leidens und Sterbens Christi zu gedenken und sich auf Ostern vorzubereiten.
Nach den ersten beiden Stationen des Kreuzweges in den Räumen des Kindergartens schleppten sie das schwere Holzkreuz über den Friedhof, alle wollten einmal mit tragen helfen: „Einer allein schafft das ja doch nicht, es ist doch viel zu schwer!“
Bei dem großen Kreuz auf dem Friedhof dachten alle an die Gefangennahme Jesu. Ein Junge ließ sich mit einem Strick die Hände fesseln, war aber froh, als die Fesseln wieder gelöst wurden.
Sehr beeindruckt waren die Kleinen von der Dornenkrone, die Pfarrer Roman Blasikiewicz mitgebracht hatte. Einige wollten diese sogar – natürlich ganz vorsichtig! - auf ihre Mützen gesetzt haben; direkt auf den Kopf war ihnen dann doch zu riskant, schließlich wollte niemand von den stacheligen Dornen gepiekt werden, denn „das muss Jesus ganz schön weh getan haben!“
Zum Schluss legten die Kinder das Kreuz in der Kirche auf die Altarstufen, schmückten es als Zeichen des Lebens mit Rosen, knieten dann alle davor nieder und beteten andächtig.
Am Palmsonntag begann der Gottesdienst mit der Segnung der Buchsbaumzweige auf dem Kirchplatz. Die Kinder streckten beim „Hosianna“-Singen fröhlich die selbst gebastelten Palmstöcke hoch in die Luft. Nach der Prozession rund um die Kirche feierten alle, Kinder und Erwachsene, gemeinsam einen sehr schönen, lebendigen Familiengottesdienst.