Sportabzeichen-Asyl für Arpker in Immensen

Nortrud Hirschfeld (links) und Kathrin Budenz (rechts) geben das Startzeichen für den 800m-Lauf. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Stadt und Schule: Heimische Sportanlage ist zu gefährlich

IMMENSEN/ARPKE (hdb). Nortrud Hirschfeld ist unermüdlich engagiert, wenn es ums Sportabzeichen geht. Die Arpker Grundschüler hat die Immenserin schon seit vier Jahren „an der Angel“. Anfang Juni werden erstmals auch die Immenser Mädchen und Jungen gleichziehen. Am 8. Juli wird dann die Gründung der Sportabzeichen-Gruppe im MTV Immensen vor 40 Jahren gefeiert.
Die Arpker Grundschule im Hainhop hat dank ihrer Leiterin Kathrin Budenz, selbst einst äußerst erfolgreiche Leichtathletin, stets sportliche Aktivitäten groß geschrieben. So glänzen die Kinder regelmäßig beim Lehrter City-Lauf und haben mit Hannover 96 eine Partnerschaft geschlossen.
Da erfolgte die Zusammenarbeit mit der Sportabzeichengruppe im MTV Immensen fast zwangsläufig, und sie hat sich jüngst im vierten Jahr bewährt. Mit neun Helferinnen und Helfern aus dem Verein sowie der Unterstützung durch Lehrkräfte und Eltern wurde die Sportabzeichenabnahme auf der Vereinsanlage Am Fleith reibungslos bewerkstelligt.
Die 100 Arpker Kinder mussten zunächst die Distanz zwischen ihrer Schule und dem Immenser Sportplatz überbrücken. Die Erst- und Zweitklässler absolvierten einen etwa halbstündigen Fußmarsch, die Dritt- und Viertklässler konnten immerhin ihre Drahtesel zu Hilfe nehmen. An der Vorbelastung lag es aber nicht, wenn einige wenige Mädchen oder Jungen die Bedingungen nicht in vollem Umfang erfüllen konnten.
„Meistens hapert es am Schwimmen“, wusste Budenz aus Erfahrung zu berichten – und das, obwohl die Zweit- bis Viertklässler in den Sommermonaten regelmäßig bis zu zweimal pro Woche im Waldbad beste Übungsmöglichkeiten vorfinden.
Die Schulleiterin zeigte sich auch verwundert darüber, dass die Arpker Sportplatzanlage gegenüber der Schule zwar über eine Laufbahn und eine Weitsprunggrube verfügt. Sportunterricht sei dort aber nicht möglich, weil die Anlage stark verkrautet und wegen „Kronkorken von Bierflaschen der Fußballer“ zu gefährlich sei.
Die Stadt habe entschieden, dass eine ausreichende Pflege sich wegen zu geringer Nutzung nicht lohne, beschrieb Budenz die problematische Situation, die zu Weitsprungübungen auf Matten in der Arpker Turnhalle zwinge.
Ergebnisse der Arpker Sportabzeichenabnahme auf dem Immenser Sportplatz konnten Nortrud Hirschfeld und Kathrin Budenz nicht nennen, da die Auswertung in vier Disziplinen zeitaufwändig sei. Die errungenen Abzeichen in Bronze, Silber oder Gold sollen aber beim letzten Monatstreffen vor den Sommerferien am 3. Juli in der Schule erfolgen.