Sponsorenlauf des Gymnasiums Lehrte für die humanitäre Flüchtlingshilfe

Die Seminarfachschüler werten die bislang zusammengekommenen Sponsorenzettel aus. Sie sind optimistisch: Bei ihrem Spendenlauf könnten über 25.000 Euro für die humanitäre Flüchtlingshilfe zusammenkommen. (Foto: Gymnasium Lehrte)

Firmen und Einzelpersonen sponsern - Über 25.000 Euro möglich?

LEHRTE (r/kl). Das Gymnasium Lehrte plant, im Februar 2016 ein Schulfest, verbunden mit einem Sponsorenlauf, durchzuführen. Die Idee dazu entstand durch die eindringlichen Bilder, die seit dem Sommer in den Medien präsent waren.
Täglich begaben sich mehrere tausend Menschen auf eine lebensbedrohliche und unmenschliche Überfahrt nach Europa. Aus ihren Heimatländern flohen (und fliehen) sie vor Gewalt, Krieg und Hass und erhoffen sich in Europa eine verbesserte Lebenssituation und Schutz.
So reifte in großen Teilen der Schülerschaft und des Lehrerkollegiums der Entschluss, einen Beitrag der Solidarität mit den Flüchtlingen zu leisten.Zwei Seminarfachkurse haben die Idee eines Sponsorenlaufes nun ausgearbeitet und präzisiert. Die Bewegungsform „Lauf“ soll ein Symbol für die Flüchtlingswege darstellen. Auch der Schulvorstand hat die Aktion befürwortet.
Momentan laufen die organisatorischen Vorbereitungen auf Hochtouren. Seit einigen Wochen suchen die Schüler Sponsoren, die ihre Bereitschaft bekunden, einen bestimmten Betrag für jede Laufrunde oder jeden Punkt, der bei weiteren Aktionen erworben werden kann, zuzusagen. Diese Sponsorenzettel sammelten jetzt die Seminarfachschüler für eine erste Übersicht ein. Nach der ersten Prognose könnten 25.000 Euro zusammenkommen.
Aber die Organisatoren hoffen, noch einmal zusätzlich motiviert durch die Hilfsbereitschaft für die Aktion „Hand in Hand für Norddeutschland“, die mehr als 1,5 Millionen Euro erbracht hat, auf einen auch in Lehrte noch höheren Betrag. Wünschenswert wäre es dies sicher, denn der Erlös soll zu je einem Viertel folgenden Organisationen zu Gute kommen, der Aktion „Lehrte hilft“, der deutschlandweit agierenden Organisation „Recht auf Menschenrecht“ und der „Welthungerhilfe“, um Maßnahmen in den betroffenen Ländern vor Ort zu unterstützen. Das verbleibende Viertel wünschen sich die Schüler für ihre eigene Schule zur weiteren Verbesserung des Medienangebotes.
Neben der Suche nach Kleinsponsoren haben die organisierenden Schüler auch Briefe an Firmen als Großsponsoren verfasst. In der Schule selbst mussten die Schüler lernen, auch mit Kritik an der Aktion umzugehen und als gute Demokraten auszuhalten.
Sie betonen, dass hier humanitäre Hilfe im Vordergrund steht und keine politische Bewertung erfolgen soll. Somit müsste eigentlich jeder, der sich im Einklang mit den demokratischen Parteien sieht, sich für diese Hilfsaktion begeistern können.
Die Planung sieht vor, dass die Veranstaltung am Freitag, 19. Februar, ab 14.00 Uhr stattfinden wird. Der Sponsorenlauf wird aus Witterungsgründen in der Sporthalle an der Schlesischen Straße durchgeführt.