SPD Lehrte fordert für Krankenhaus-Erhalt erheblich verbesserte Variante "4Plus"

Erhalt und Stärkung des KRH-Klinikums Lehrte ist einer der Arbeitsschwerpunkte des Lehrter SPD-Fraktionschefs Dr. Bodo Wiechmann (vorn links, hier vor Jahresfrist nach Beratung in einer Sitzungsunterbrechung mit der Resolution des Lehrter Rates zur möglichen Klinikschließung in der Hand). (Foto: Archiv/Walter Klinger)
Lehrte: Klinikum Region Hannover Lehrte |

Auch Innere Medizin und eine Chirurgie im Klinikum nötig

LEHRTE (r/kl). "Die Kernaussage der SPD Lehrte lautet: Die Variante 4 der KRH-Vorschlagsliste ist unzureichend, um glaubwürdig den Erhalt des Standortes und eine zukunftsfeste Entwicklung zu ermöglichen. Nur eine einfache
Geriatrie mit angeschlossener medizinischer Abteilung (Innere Medizin) ist kein
akzeptables Modell".
Dies hat jetzt Dr. Bodo Wiechmann, Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten im Lehrter Stadtrat, als Position der SPD vor Ort klargestellt. Wiechmann weiter: "Für den Krankenhausstandort wird eine Innere Medizin und eine Chirurgie mindestens für
die Grundversorgung als unverzichtbar erachtet". Damit könnte dann sogar eine
Alterstraumatologie eingerichtet werden.
Die Notwendigkeit zur Schwerpunktbildung beim Klinikum der Region Hannover wird von der SPD indes anerkannt. Das könne dazu führen, dass zum Beispiel eine in Lehrte vorhandene Endoprothetik an anderer Stelle konzentriert wird.
"Ein neuer Zweig Geriatrie wird nur dann als Aufwertung verstanden, wenn es sich um eine Akut-Geriatrie in Verbindung mit einer Geriatrischen Früh-Rea handelt.
Als nicht zukunftsfähig wird erachtet, wenn für die Geriatrie im oben genannten Sinne notwendige Untersuchungsmethoden und Behandlungsmethoden (zum Beispiel chirurgische Eingriffe) nicht zur Verfügung stehen und jeweils Transporte bzw. Verlegungen auslösen.
Das wird weder Patienten noch Angehörige zufriedenstellen ('dann gehe ich gleich in ein richtiges Krankenhaus'). Eine solche Sichtweise wird zudem bestärkt durch die in Variante 4 vorgesehene geringe Bettenzahl von nur noch 50".
Die grundsätzliche Festlegung auf zwei Standorte Burgwedel und Lehrte wird von der SPD begrüßt. "Die medizinische Ausprägung in Lehrte muss jedoch deutlich über Variante 4 hinausgehen. Die SPD Lehrte erwartet daher, dass die Ausarbeitung einer Variante 4Plus veranlasst wird," fordert Wiechmann.