„Sonnenhof“ Aligse spendet für die DKMS

Hauswirtschaftsleiter Thomas Kornblum und Sozialdienstleiterin Susanne Reiher vom Seniorenzentrum übergaben den Erlös aus dem zweitägigen Weihnachtsmarkt im "Sonnenhof" an Sylvia Lukas, die diesen stellvertretend für die DKMS entgegen nahm. (Foto: Dana Noll)
Lehrte: Seniorenzentrum Sonnenhof Aligse |

Ein Beitrag von Dana Noll: Eine Knochenmarkspenderin berichtet

LEHRTE/ALIGSE (dno). Das Seniorenzentrum „Sonnenhof“ Lehrte in Aligse hat jetzt den Erlös seines zweitägigen Weihnachtsmarktes an die DKMS (Deutsche Knochenmark Spende) übergeben.
Insgesamt 870 Euro kamen so für den guten Zweck zusammen. Den Spendenscheck nahm stellvertretend für die Organisation Sylvia Lukas entgegen, die nicht nur bei der DKMS registriert ist, sondern 2014 auch selbst Spenderin wurde.
Die 36-jährige Mutter von zwei Kindern (drei und sieben Jahre alt) arbeitet bei einer großen Autovermietung in Hannover, deren Inhaberin sich in der „Kinderhilfe“ engagiert.
Hierbei werden zwei Mal jährlich, zu Ostern und zu Weihnachten, die Kinder in der MHH, Station Onkologie, besucht, und mit Geschenken überrascht. Seit 2011 unterstützt und begleitet Sylvia Lukas diese Aktion:“Die kranken Kinder zu sehen, hat mich tief berührt.“ So ließ sie sich 2012 auch bei der DKMS registrieren.
Die Wahrscheinlichkeit tatsächlich als potenzielle Spenderin in Frage zu kommen ist eigentlich sehr gering. Doch im Fall von Sylvia Lukas kam schon nach etwa zwei Jahren die Anfrage – ein dreijähriger Junge aus Frankreich brauchte ihre Knochenmarkspende, ihre Gewebemerkmale passten überein.
„Ich war überrascht und meine Gefühle waren zweigeteilt. Einerseits war ich begeistert, helfen zu können, andererseits hatte ich auch Angst und viele Fragen“, so Sylvia Lukas.
Doch noch am selben Tag entschied sie sich dafür, zu helfen. Ein mutiger Schritt und für den Jungen lebenswichtig. Unterstützung bekam sie von ihren Kindern und ihrem Ehemann, der sich seine Frau zum Vorbild nimmt und sich ebenfalls registrieren ließ.
In einer Kölner Klinik werden ihr unter Vollnarkose aus dem Beckenkamm die notwendigen Stammzellen entnommen. „Ich hoffe, dem Kind geht es damit gut“, so Sylvia Lukas
Nach der Operation wird die Spende 24 Monate anonym gehalten, danach wird länderspezifisch entschieden, ob die Daten offen gelegt werden. „Ich hätte gern Kontakt zu dem Jungen und seinen Eltern gehabt, die DKMS unterstützt auch dabei, aber leider hat es nicht geklappt“, so die Spenderin.
Den Spendenscheck vom „Sonnenhof“ nahm sie freudestrahlend entgegen. „Ich weiß, wie sehr er gebraucht wird. Durch meine Erfahrungen konnte ich viele Menschen in meinem Umfeld mitreißen und für die DKMS gewinnen“, so Sylvia Lukas.