Sommerkonzert zeigte das breitgefächerte Spektrum der Ostkreis-Musikschule

Das Sinfonieorchester der Musikschule Ostkreis Hannover unter Leitung von Martina Ehli spielte „Carmen in Concert“. (Foto: Horst-Dieter Brand)
Lehrte: Gymnasium Lehrte |

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Sinfonieorchester wagte sich an anspruchsvolles „Carmen in Concert“

LEHRTE (hdb). Jugend musiziert – zwar nicht immer auf höchstem Wettbewerbsniveau, aber mit Herz und solidem Handwerk. Das hat das diesjährige Sommerkonzert der Musikschule Ostkreis Hannover im gut besetzten Forum des Gymnasiums gezeigt. Etwa 120 Kinder und Jugendliche bewiesen ihren Leistungsfortschritt aus einem Musikschuljahr.
Die elfjährige Nele besucht eine der neu eingerichteten Chorklassen des Gymnasiums im fünften und sechsten Jahrgang. Mit ihr sangen etwa 60 Mädchen und Jungen zwei „Songs of Sanctuary“ von Karl Jenkins. Die besondere Herausforderung: Der Text basiert auf einer Phantasiesprache.
„Das war am Anfang auch sehr schwer, aber dann ging es“, beschrieb Nele den Lernprozess, zumal die Strophen auswendig vorgetragen wurden. Auf die Frage, warum sie sich ausgerechnet für eine Chorklasse entscheiden hat, gab die Elfjährige eine ebenso einfache wie schlüssige Antwort: „Ich singe schon immer gern, auch schon bei den Auespatzen in Aligse“.
Den musikalischen Reigen des knapp zweistündigen Konzertes im Kurt-Hirschfeld-Forum eröffneten unterschiedliche Instrumental-Ensembles unter Leitung von Kirsten Petz. Seit Ende der Weihnachtsferien und an einem gesonderten Probenwochenende haben die Musikschüler an der Einstudierung gefeilt, wie Schulleiter Eberhard Ladewig das Durchhaltevermögen des Nachwuchses lobte.
In Lehrte werden laut Ladewig immerhin rund 600, in Sehnde 200 Kinder und Jugendliche unterrichtet. Hauptinstrumente seien nach wie vor Gitarre und Klavier.
Mit einem speziellen Arrangement „Carmen in Concert“ nach Georges Bizets Oper hatte sich Martina Ehli als Leiterin des 30-köpfigen Sinfonieorchesters für ein technisch und musikalisch anspruchsvolles Werk als Programmhöhepunkt entschieden.
Die dramatisch verlaufende und letztlich tödlich endende Handlung schilderte Simone Rohde zwischen den bekanntesten Melodien wie die Habanera, das Lied der Dragoner, das Torerolied oder Don Josés Blumenarie. Etliche Patzer ließen sich dabei aber nicht überhören, konnten den guten Gesamteindruck aber auch nicht schmälern. Entsprechend begeistert reagierte das Publikum mit viel Applaus.