Senioren-Nachmittag der Kirchengemeinde Immensen ist vorerst adé

Pastor Martin von Brück verteilte beim vorerst letzten Senioren-Nachmittag seiner Immensener Kirchengemeinde Bücher, aus denen gemeinsam gesungen wurde. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Kirchengemeinde überlegt jetzt neue Wege

IMMENSEN (hdb). In Glanzzeiten kamen bis zu 50 Besucher, zuletzt ist die Teilnahme auf mehr als die Hälfte zusammengeschrumpft. Der Senioren-Nachmittag der Kirchengemeinde Immensen leidet unter dem hohen Altersdurchschnitt. Das trifft auch auf die Organisatorinnen zu, die nun einen Schlussstrich gezogen haben.
Zum - vorläufig - letzten Kaffeetreff kamen in das Gemeindehaus neben der St. Antonius-Kirche gerade noch knapp 20 Teilnehmer, allesamt Frauen in meistens hohem Alter.
Pastor Martin von Brück konnte auch die gesundheitlich angeschlagene Leiterin Erdmute Peters begrüßen, die letztmalig die Zusammenkunft federführend organisiert hatte und nun, 75 Jahre alt, kürzer treten möchte.
Peters hatte im April 1983 zusammen mit der damaligen Pastorengattin Ingeborg Wolting das regelmäßige Treffen aus der Taufe gehoben und seitdem geleitet. Im Laufe der Jahre stießen Ingrid Hoppe, Sigrid Rabe und Rosemarie Krause zu dem Leitungsteam.
Da mittlerweile alle mehr oder weniger ein hohes Alter erreicht haben, war das Ende jetzt voraussehbar. Ob und wie es weitergeht, will der Kirchenvorstand demnächst beraten und entscheiden. Die bisherigen Helferinnen werden in einem Gottesdienst am 8. Januar 2017 offiziell verabschiedet.
Früher trafen sich die Mitglieder noch im Pfarrhaus am Ortsausgang Richtung Arpke. Vor rund zwei Jahren erfolgte bei sinkenden Teilnehmerzahlen der Umzug ins kleinere, aber ebenso gemütliche Gemeindehaus neben der Kirche. „Früher kamen bei Fahrten, die wir machten, welche wegen der starken Nachfrage nicht mit. Heute laden wir extra welche aus der Ortschaft mit ein“, erinnert sich Peters an bessere Zeiten.
Sie wusste auch zu berichten von dem stets gleichen Ritual der Senioren-Nachmittage. Diese begannen stets mit einer kurzen Andacht, gefolgt vom ausgiebigen Kaffeetrinken. Der Kuchen wurde aus Spenden bezahlt, die in einem Sparschwein oder in einer kreisenden Geldtasche gesammelt wurden.
Dann blieb auch immer noch genügend Zeit, die zurückliegenden Geburtstage zu feiern. Meistens schloss die Zusammenkunft mit Reiseberichten. Diese Zeiten gehörend nun erst einmal der Vergangenheit an.