Sehnde und Lehrte blicken zurück in die Vergangenheit!

Auf der Jagd nach Zeugen der Urzeit können am Sonntag die kleinen und großen EntdeckerInnen im Steinbruch in Höver gehen. (Foto: Region Hannover)
 
Feiert ebenfalls Jubiläum: Das Hannoversche Straßenbahn-Museum in Wehmingen. Alle Gäste, die am Sonntag 25 Jahre alt werden, haben hier freien Eintritt. (Foto: HSM Wehmingen)

Der "Entdeckertag" der Region feiert am Sonntag sein 25. Jubiläum

SEHNDE/LEHRTE (r/kl). September 1988, der „Großraumentdeckertag“ wird erstmals in den Veranstaltungskalendern vermerkt. Das Tages-Ziel: Mit Bussen und Bahnen sollen die Menschen in und um Hannover günstig ihre Region erkunden – und auf dem Kröpcke in der Landeshauptstadt gemeinsam feiern. 25 Jahre später - im Jubiläumsjahr 2012 – sind natürlich auch Lehrte und Sehnde im Programmheft wieder als Tourenziele vertreten.
Das Konzept funktioniert auch ein Vierteljahrhundert später noch. Am Sonntag, 9. September 2012, erlebt die Veranstaltung ihre 25. Auflage. Mittlerweile hat sich mit der Gründung der Region Hannover der „Großraum“ aus dem Entdeckertag verabschiedet, im Gegenzug kamen immer mehr Besucher, Tourenziele und Programmpunkte hinzu.
Was geblieben ist, ist der Schnäppchentarif im Großraum-Verkehr Hannover (GVH): Ausflügler können am Entdeckertag der Region Hannover mit einem TagesEinzelTicket für eine Zone zum Preis von 4,50 Euro oder dem TagesGruppenTicket für 8,70 Euro für bis zu fünf Personen eines von insgesamt 50 Ausflugsziele in und außerhalb der Region bereisen. Egal, ob mit der Deutschen Bahn, dem metronom, dem erixx oder der Eurobahn – von A wie Alfeld über L wie Lehrte bis W wie Wunstorf kommen alle günstig an ihre Ziele. Und auf das zentrale Fest zwischen Opernplatz und Georgsplatz.
Noch mehr Vielfalt zum Jubiläum
„So farbenfroh das Programm der vergangenen zweieinhalb Jahrzehnte gewesen ist, so vielfältig stellt sich auch der diesjährige Entdeckertag wieder dar“, freut sich Regionspräsident Hauke Jagau auf einen abwechslungsreichen Tag. In Lehrte und Sehnde stehen Dinge aus vergangenen Zeiten im Mittelpunkt.
Mini-Schienenland in Lehrte
Im Museumsstellwerk Lpf in Lehrte pfeifen von 10.00 bis 17.00 Uhr die Lokomotiven! Allerdings einige Nummern kleiner als gewohnt: Im Untergeschoss steht ein historisches Modell des Lehrter Personenbahnhofs, so hat Lehrte 1960 ausgesehen. Digital mit einem Computer gesteuert ist der Zugverkehr von damals zu erleben.
Funktionsfähig ist auch noch die mechanische Stellwerktechnik aus dem Jahr 1912, die im Obergeschoss des Museum zu besichtigen ist. Vor dem Bahnhof starten jeweils um 11 und 14 Uhr zwei Stadtführungen. Wer dabei sein möchte meldet sich unter udo.gallowski@gmx.de an.
Fossiliensuche im Kalkmergel
Sich mal tief durch 80 Millionen Jahre buddeln? Im Steinbruch von Sehnde-
Höver sind bis heute die Spuren dieser Zeit zu entdecken, als die Region Hannover von einem Meer bedeckt gewesen ist. An normalen Tagen bauen hier Bagger und Reißraupen Kalkmergel ab, am Entdeckertag ist zur Abwechslung mal die pure Menschenkraft gefragt – und ein Auge fürs Detail: Hobbyforscher können sich von 10.00 bis 16.00 Uhr im Steinbruch auf Spurensuche begeben und im Boden nach den Resten der einstigen Meeresbewohner graben.
Für die richtige Bestimmung der Fundstücke stehen die Mitglieder des Arbeitskreises Paläontologie bereit. Der Eintritt ist frei, Zutritt ist nur mit festem Schuhwerk möglich.
Nostalgische Rundfahrten in Wehmingen
Welche Unterschiede es zwischen Europas Straßenbahnen gibt, zeigt das Hannoversche Straßenbahn-Museum. Ab 11.00 Uhr können sich Besucher auf nostalgische Fahrten auf einem 2,5 Kilometer langen Rundkurs freuen.
Einen Programmhöhepunkt gibt es um 15.00 Uhr, wenn sich die urigen Schienenfahrzeuge hintereinander weg auf einer Tramparade präsentieren. Ebenfalls sehenswert ist die Ausstellung „Elektrisch in die Zukunft“.
Gäste, die an diesem Tag 25 Jahre alt werden, kommen kostenlos ins Museum rein. Gegen Vorlage des Programmheftes oder des GVH-Tickets kostet der Eintritt am Sonntag sechs statt sieben Euro.
Bequem und günstig ans Ziel
Alle Ziele, innerhalb wie auch außerhalb der Region, können mit Bussen und Bahnen den ganzen Tag zum GVH-Spartarif erreicht werden – für nur 4,50 Euro (GVH-TagesEinzelTicket) oder 8,70 euro (GVH-TagesGruppenTicket für bis zu fünf Personen). Alle Busse, Bahnen und die Züge des Nahverkehrs stehen am 9. September zur Verfügung (Ausnahme IC-Züge).
Nur an diesem Tag gelten die TagesTickets zum Ein-Zonen-Preis im gesamten GVH-Verkehrsgebiet, aber auch darüber hinaus: Ticketinhaber können die Nahverkehrszüge der Deutschen Bahn (RegionalBahn, RegionalExpress, S-Bahn – keine Inter-City!), des metronom und der Eurobahn auch auf den Strecken von Hannover nach Alfeld, Bad Eilsen, Bad Münder, Bad Obernkirchen, Bad Pyrmont, Bückeburg, Celle, Gifhorn, Hameln, Hildesheim, Peine, Rehburg-Loccum, Rethem und Schwarmstedt sowie auf allen Buslinien des Stadt- und Regionalverkehrs Hildesheim und den Bussen des Nahverkehrs Hameln-Pyrmont im Citybereich Hameln nutzen.
Die TagesTickets gibt es bei allen GVH-Fahrkarten-Verkaufsstellen, bei den Fahrkartenausgaben der DB im GVH-Verkehrsgebiet, bei den Fahrern der Busse der RegioBus und üstra sowie aus den Fahrkartenautomaten der DB und üstra. Weitere Informationen unter www.gvh.de.