Sechs Ensembles beim Frühlingserwachen des Kreischorverbandes

Der Lehrter Männerchor unter der Leitung von Klaus Wolf eröffnet stimmgewaltig das Konzert „Frühlingserwachen“ zum Jubiläum des Kreisverbandes. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Im Kurt-Hirschfeld-Forum bleibt so mancher Platz - trotz kostenlosen Eintritts - frei

LEHRTE (hdb). Draußen herrschten sommerliche Temperaturen, drinnen gähnende Leere: Der Kreischorverband hat bei freiem Eintritt sein 55-jähriges Bestehen unter dem Motto „Frühlingserwachen“ gefeiert. Aber kaum jemand wollte die sechs Chöre hören.
Dabei hätte es sich bei dem einen oder anderen Ensemble durchaus gelohnt. Den Auftakt beispielsweise gestaltete der Lehrter Männerchor, rund 30 Personen stark, unter der Leitung von Klaus Wolf lautstark und „trinkfreudig“.
Ihm gelang es sogar, das spärlich erschienene Publikum – überwiegend bestehend aus den anderen fünf Chören – zum Mitklatschen des „Rentner-Blues“ von Lokalmatador Karl-Heinz Ilsemann zu animieren. Bei „Leise zieht durch mein Gemüt“ im Arrangement von König Georg V. von Hannover ging es allerdings besinnlicher zu.
Der „Choro Mixturo“ rückte unter dem einfühlsamen Dirigat von Hartmut Nemitz fünf jiddische Lieder in den Mittelpunkt, während noch vor der Pause der „Gemischte Chor“ aus Wettmar schwungvolle Highlight wie die ‚Eurovisions-Fanfare' setzte. Nach fast halbstündiger Erholungsphase gaben auch noch der „Bissendorfer Chor“ und der Männerchor des MGV „Germania“ Wettmar ihre unterschiedlich zu bewertenden Visitenkarten - manch schräger Ton mischte sich unter die richtigen – ab.
Den krönenden Abschluss markierte der mit 32 Sängerinnen und Sängern stärkste Chor, der „Liederkranz“ Lehrte unter dem Dirigat von Rolf Kinastowski mit „Der Winter ist vergangen“ und anderen zum Motto des Nachmittags für etwa 120 Sängerinnen und Sängern passenden Motto - und nur wenigen Zuschauern. Dabei hat der Verband nach Angaben seines seit März 2016 neuen Vorsitzenden Jason Johnson rund 2880 Mitglieder in rund 50 Chören mit 1 250 Aktiven.