Schnelles Internet für vier Dörfer in Lehrte kommt jetzt ganz schnell

Hier hält die Zukunft Einzug in Steinwedel, Röddensen und Kolshorn (v.l.): "htp"-Geschäftsführer Thomas Heitmann, der städtische Lehrter Wirtschaftsförderer Michael Brandes, Mitinitiator Nils Varchmin, Dr. Rolf Lüdeling vom Ortsrat Steinwedel und Initiator Christian Lahmann beim Einziehen des ersten von 4.100 Meter Glasfaserkabel in die bereits innovativ verlegten Leitungsrohre. (Foto: Walter Klinger)

Glasfaserkabel für Steinwedel, Röddensen und Kolshorn werden eingezogen

STEINWEDEL/RÖDDENSEN/KOLSHORN (kl). Ein Happy End: Nachdem in vergangenen Jahren der Ortsrat-Arbeitskreis "Steinwedeler Zukunft" nur die Rücknahme von Versprechen großer Telekommunikationsanbieter erlebte, hatten sich als sachkundige Bürger der Informatik-Betriebswirt Christian Lahmann und der Elektro-Ingenieur Nils Varchmin der Sache angenommen und seit Anfang vergangenen Jahres zusammen mit dem regionalen Anbieter "htp" insgesamt 348 Interessenten für VDSL (bis zu 50 MegaBit Übertragungsgeschwindigkeit) zusammen bekommen.
In dieser Woche wurden nun die ersten Glasfaserkabel eingezogen - im Juli startet die leistungsstarke Anbindung an das weltweite Netz.
Fast eine halbe Million Euro investiert - ganz ohne öffentliche Zuschüsse - "htp" in die Anbindung der vier Lehrte-Ortschaften an das schnelle Internet. Mit einem innovativen Niederflur-Verfahren ermöglicht das in Hannover, Braunschweig und Hildesheim aktive hannoversche Telekommunikationsunternehmen, das dafür nicht die kompletten Straßenränder aufgerissen werden mussten: In nur alle 150 Meter vorgenommenen Aufbrüche wurde ein Bohrer eingeführt, der sich ferngesteuert durch den Untergrund fraß und beim Zurückweichen die PVC-Rohre verlegte. Beginnend in Steinwedel, werden hier seit dieser Woche über insgesamt 4,1 Kilometer die Glasfaserkabel verlegt. "Wir rechnen im Juli dieses Jahres mit dem Ende der Baumaßnahmen und werden dann DSL-Anschlüsse mit Bandbreiten bis zu 50 Mbit/s anbieten können," freut sich "htp"-Geschäftsführer Thomas Heitmann.
Aufatmen können dann auch die gut 100 Gewerbetreibenden in den (mit Klein Kolshorn) vier Dörfern, denn der bislang sehr langsame Internetzugang war insbesondere für sie ein wesentlicher Wettbewerbsnachteil.