Rund 80 Frauen und Männer aus ganz Deutschland packen beim Bluesfestival Lehrte mit an

Viele helfende Hände packen mit an, damit das Lehrter Bluesfestival für Gäste und Musiker ein unvergessliches Erlebnis wird. (Foto: Archiv/Susanna Veenhuis)
 
Ein wichtiges Dokument für Bluesfestival-Besucher, die den Aufstieg zur "Berchkasse" wagen: der Wanderpass. (Foto: Susanna Veenhuis)
Lehrte: Rodelberg im Stadtpark Lehrte |

Ein Beitrag von Susanna Veenhuis - Alle Jahre wieder heizt das Bluesfieber den Helfer/innen ein . . .

LEHRTE (sv). Wenn am Sonnabend, 6. September, ab 16.00 Uhr die "Johnny Rieger Band" das "31. Lehrter Bluesfestival" eröffnet, sind schon etliche Arbeitsstunden ins Land gegangen und mehrere Tonnen Material bewegt worden. Die Besucher können sich neben der jungen Band aus Landau auch auf Top-Gruppen wie "Layla Zoe & Band" aus Kanada, "Jan Mohr & The Backscratchers" und die "Hamburg Bluesband" mit den Gästen Maggie Bell, Miller Anderson und Blue Weaver freuen.
Höhenfesten Besuchern empfehlen die Veranstalter des Lehrter Bluesfestivals am Samstag, 6. September, den Zugang über die "Berchkasse" auf dem Rodelberg im Lehrter Stadtpark (am Hohnhorstweg). Für das Bezwingen der rund 30 Höhenmeter erwartet die Besucher eine kleine Überraschung und der Stempel in den "Berchpass". Wer alle sechs Stempel der vergangenen Jahre zusammen hat, wird besonders belohnt.
Eintrittskarten für das Bluesfestival gibt es im Vorverkauf für 12 Euro in der "Bücherstube" Veenhuis, im "Anderen Kino", im Kiosk "Zapfhahn", im Zigarrenhaus Witt (alle in Lehrte), in der Hundepension Schmidt (Sievershausen), im Musikhaus (Burgdorf), im Kiebitz-Naturkostladen (Sehnde), bei M+M Zweiradservice (Hannover) und im Internet unter www.blues-in-Lehrte.de.
An der Abendkasse kostet der Eintritt 15 Euro. Kinder bis 1,50 Meter Länge haben freien Eintritt.
Aber bis sie sich zum Musikgenuss am Hang des Rodelberchs mit Blick zur Bühne niederlassen können, haben viele Hände dazu beigetragen, diese ausschließlich ehrenamtliche Veranstaltung überhaupt erst möglich zu machen. Zum harten Kern der Organisatoren vom „Verein zur Förderung der Musikkultur – Blues in Lehrte e.V.“ gehören rund 25 Leute, welche die Bands aussuchen und das ganze Drumherum des Festivals organisieren. Ohne die viele zusätzlichen Helfer, die auch schon direkt davor und danach noch mit anpacken, könnten sie allerdings nicht viel ausrichten. Sei es beim Kabelverlegen, Bühnenaufbau und Zelte Aufstellen, beim Getränkeausschank oder am Essenstand, beim Eintrittskartenverkauf oder beim Instrumenteschleppen für die Musiker, rund 80 Frauen und Männer aus ganz Deutschland sind in den Ablauf des Lehrter Festivals involviert.
Über Freunde ist beispielsweise Petra Wilkending zum Veranstalterkreis gekommen, seit 2006 arbeitet sie das ganze Jahr über mit an den Vorbereitungen, ist im Vorstand und steht beim Festival an der Kasse – oder wo sonst jemand gebraucht wird. „Man kann sich auf die Leute verlassen, jeder erledigt seinen Kram und meistens noch ein bisschen mehr“, sagt sie, das schätze sie sehr.
Nur zögerlich hat sich Claudia Grumser an den innersten Kreis herangetastet, sie arbeitet „erst“ seit 20 Jahren mit. „Ich fand das Festival immer schon cool und habe mir irgendwann ein Herz gefasst und gefragt!“ Grumser ist nicht nur für die Organisation und den ganzen Kleinkram rund ums Essen, Trinken und die Gästebetreuung zuständig, sondern führt während des Festivals auch als Moderatorin auf der Bühne durchs Programm.
Ein Hund brachte Reiner Beilfuß vor 30 Jahren zum Blues. Er führte das Tier einer Bekannten im Stadtpark aus, als es plötzlich lospreschte und beim Spielen mit einem anderen Hund beim Aufbau für Festival Nummer Zwei einige Zeltleinen zerriss. Spontan fragte er, ob noch jemand gebraucht wird. Auch er ist rund ums Jahr dabei und speziell beim Festival als Mädchen für alles besonders gefordert. Seine Motivation: „Es gibt in dieser großen Gruppe einen starken Zusammenhalt, und es ist nie langweilig – man ist stolz, dazuzugehören, und es macht Spaß, etwas für andere zu tun!“
Wasser und Feuer ist der Zuständigkeitsbereich von Silvio Fraterrigo, außerdem hilft er backstage beim Bühnenumbau und betreut die gastierenden Musiker. Ganz zufällig ist er gleich beim ersten Festival reingerutscht. Eine Freundin hatte ihn gebeten, kurz am Kaffeestand für sie einzuspringen – und blieb vier Stunden verschwunden. „Seitdem habe ich das Bluesfieber“, sagt er und ergänzt: „Das Bluesfestival ist wichtig für Lehrte!“

"Berchwandern" zum Lehrter Blues . . .
Auf dem Gipfel des Rodelberges winkt eine Belohnung

Höhenfesten Besuchern empfehlen die Veranstalter des Lehrter Bluesfestivals am Samstag, 6. September, den Zugang über die "Berchkasse" auf dem Rodelberg im Lehrter Stadtpark (am Hohnhorstweg).
Für das Bezwingen der rund 30 Höhenmeter erwartet die Besucher eine kleine Überraschung und der Stempel in den "Berchpass" (siehe Foto). Wer alle sechs Stempel der vergangenen Jahre zusammen hat, wird besonders belohnt.
Eintrittskarten für das Bluesfestival gibt es im Vorverkauf für 12 Euro in der "Bücherstube" Veenhuis, im "Anderen Kino", im Kiosk "Zapfhahn", im Zigarrenhaus Witt (alle in Lehrte), in der Hundepension Schmidt (Sievershausen), im Musikhaus (Burgdorf), im Kiebitz-Naturkostladen (Sehnde), bei M+M Zweiradservice (Hannover) und im Internet unter www.blues-in-Lehrte.de.
An der Abendkasse kostet der Eintritt 15 Euro. Kinder bis 1,50 Meter Länge haben freien Eintritt.