Rund 80 Apfelbäume kamen in Arpke "unter den Hammer"

Um entlang der „Apfelbaumallee“ die unterschiedlichsten Sorten zu ersteigern, hatte sich ein "harter" Kern von mehr als 20 Interessenten bei Ortsbürgermeister Klaus Schulz (links) am Hasendamm eingefunden. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Obstversteigerung bringt genug Erlös für drei neue Bäume

ARPKE (hdb). Das geringste Gebot hat bei zwei, das höchste bei 13 Euro gelegen: Nach etwa eineinhalb Stunden kam in der Schatulle des Arpker Ortsbürgermeisters Klaus Schulz eine erkleckliches Summe zusammen, die für drei neue Obstbäume ausreichen wird..
Mehr als 20 Teilnehmer/innen hatten sich am Hasendamm per Fahrrad eingefunden, um zu der Spritztour entlang der so genannten „Apfelallee“ sowie der Straße „Zum Hämelerwald“ zu starten – eine Woche früher als üblich.
Die Versteigerung der rund 18 Obstsorten hat in dem Lehrter Ortsteil schon eine lange Tradition, seit die Bäume einst von der ehemals selbständigen Gemeinde gepflanzt worden waren.
Die Bäume gingen weg „wie warme Semmeln“. Bei der einzelnen Versteigerung wurde nach allerhand Scherzen beim Bieten viel gelacht, ehe die Apfelbaumstämme den Besitzer wechselten und bis November geerntet werden müssen.
Ab sofort dürfen die Früchte, teilweise schon ausgereift, nicht mehr von fremden Spaziergängern oder Vorbeifahrenden gepflückt werden. Damit das auch wirklich nicht passiert, wurden die ersteigerten Bäume mit Hilfe bunter Bänder markiert. Fallobst bleibt allerdings von der Regel ausgenommen.
Das niedrigste Gebot lag bei zwei, das höchste bei 13 Euro. Den Erlös sammelte Ortsbürgermeister Klaus Schulz ein, der sich darüber erfreut zeigte, dass „gutes Geld“ für drei neu zu pflanzende Bäume zusammenkam
18 Sorten wie Boskop, Kaiser Wilhelm, Geheimrat Oldenburg oder der Klarapfel fanden reißenden Absatz. „Ich habe nur fünf Euro mit“; bemerkte ein Mann, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Er zeigte sich aber überzeugt davon, eine Apfelsorte zu ersteigern, die er nach der Ernte zu Saft pressen könne.
Nach einem Erstgebot von fünf Euro schaukelte sich aber der Preis für den ersten Winterapfel beispielsweise auf zwölf Euro hoch. Helga Scholz war per Fahrrad extra aus Immensen angereist, weil ihr die Auktion im vergangenen Jahr so gut gefallen hatte.
Nach gut eineinhalb Stunden entlang einer Strecke von rund zwei Kilometern waren alle Apfelbäume verkauft – dank des Geschickes auch vom launigen Ortsbürgermeister.