Rot/Grün einigt sich auf Modell zum Klinikums-Erhalt in Lehrte

Insbesondere der Informationsbesuch der stellvertretenden Regionspräsidentin Doris Klawunde (vorn, v.l.) und des Regionsfraktions-Geschäftsführers Ronald Schütz (beide von den Grünen und auch Mitglied im Lehrter Stadtrat, hier auf dem Rückweg von der Formulierung der ersten Protesresolution vor einem Jahr) im Klinikum Bielefeld (wir berichteten) hat die Entscheidung von Rot/Grün für ein erweitertes Modell zum Erhalt des Krankenhauses Lehrte offenbar befördert. (Foto: Archiv/Walter Klinger)

Altersmedizin und Innere Medizin, Notfallaufnahme, Unfallchirurgie

LEHRTE/REGION (r/kl). In einem gemeinsamen Antrag schlagen SPD und Grüne in der Regionsversammlung vor, durch die Geschäftsführung des Klinikums das Konzept für einen Krankenhausneubau in Großburgwedel und die Weiterentwicklung des Krankenhauses in Lehrte zu einem altersmedizinischen Versorgungsschwerpunkt mit einer Inneren Medizin, einer Traumatologie (Unfallchirurgie) und einer Notfallaufnahme voranzubringen.
SPD und Grüne kritisieren, dass CDU und FDP eine Vorstellung dieser Konzeption im Rahmen einer Erweiterung der Tagesordnung des Regionsausschusses für Soziales, Wohnungswesen und Gesundheit der Region Hannover am vergangenen Donnerstag jedoch abgelehnt haben. Mit ihrer Ablehnung, die Diskussion über das Medizinkonzept für die Standorte Großburgwedel und Lehrte zu eröffnen, hätten CDU und FDP nicht nur ihr Desinteresse an dem Thema, sondern darüber hinaus ihre mangelnde Verantwortungsbereitschaft für die zukünftige medizinische Versorgung in der Region offenbart. 
"Offenkundig sind sich CDU und FDP der Bedeutung der Thematik für die medizinische Versorgung der Bevölkerung und für die Zukunftsentwicklung des Klinikums der Region Hannover nicht bewusst oder sie wollen sich wie schon in den letzten zwei Jahren um eine Zukunftsentscheidung herumdrücken," bemerkt Paul Krause, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Regionsfraktion.
"Zugleich diffamieren CDU-Politiker im Osten und Norden der Region in Stammtischmanier beinahe täglich die Umsetzung der Medizinstrategie, aber sie verweigern sich einer inhaltlichen Diskussion. Verantwortliches politisches Handeln ist das nicht," kritisiert Doris Klawunde, Sprecherin der Grünen im Fachausschuss.
"Letztlich wird das aber nicht verhindern, dass die Region mit der Mehrheit von SPD und Grünen die medizinische Versorgung der Bevölkerung an beiden Standorten weiterentwickeln wird," bekräftigen Klawunde und Krause übereinstimmend. 




Rückfragen bitte an Paul Krause (mobil 0177 5119642) und Doris Klawunde (mobil 0172 5424865)

Antragstext:


Klinikum Region Hannover
Medizinstrategie KRH 2020
Versorgungskonzept im Nordosten der Region Hannover

Die Regionsversammlung Hannover beauftragt die Geschäftsführung der Klinikum Region Hannover GmbH (KRH), ein auf der Medizinstrategie 2020 basierendes förderfähiges Konzept für den Nordosten der Region unter Beibehaltung der Klinikstandorte Lehrte und Großburgwedel zu entwickeln und mit aufeinander abgestimmten Schwerpunktsetzungen zu verwirklichen.
Hierbei sind insbesondere die Aufgaben des wachsenden Zukunftsmarktes der altersmedizinischen Komplexbehandlung von Patientinnen und Patienten zu berücksichtigen und für die gesamte KRH GmbH zu bündeln.
Integrale Bestandteile sind dabei ein Neubau in Großburgwedel, der auf die breit angelegte medizinische Versorgung im Osten und Nordosten der Region ausgerichtet ist, und die Weiterentwicklung des Standortes Lehrte zu einem altersmedizinischen Versorgungsschwerpunkt mit einer inneren Medizin, einer Traumatologie (Unfallchirurgie) und einer Notfallaufnahme.